Brutaler Überfall: Drei Burglengenfelder vor Gericht
Tresor im Gebüsch

Die beiden Räuber kamen dunkel gekleidet und vermummt. Sie drangen an einem Sommerabend letzten Jahres in ein Haus am nördlichen Schwandorfer Stadtrand vor und nahmen einen Tresor an sich, in dem 45 000 Euro lagen. Als sie gerade gehen wollten, kam die Besitzerin des Anwesens hinzu. Unter Anwendung eines Teleskop-Schlagstocks wurde die 50-Jährige zu Boden gebracht und trug erhebliche Verletzungen davon.

Vor einer Strafkammer des Amberger Landgerichts sitzen nun drei Männer aus Burglengenfeld. Zwei von ihnen, 29 und 52 Jahre alt, stehen in dem Verdacht, den Überfall ausgeführt zu haben. Dem dritten wird vorgeworfen, dass er angeblich zu dem Coup anstiftete und für einen der Räuber Fahrerdienste leistete. Das bestreitet der 59-Jährige großteils. Fest steht bisher: Einer der beiden Räuber war mit dem zur Tatzeit in der Badewanne sitzenden und deshalb ahnungslosen Hausbesitzer (49) verwandt und wusste wohl, dass er einen Safe mit viel Bargeld hatte. Nach der Tat flüchtete der 29-Jährige mit seinem Komplizen (52). Dabei wurde der Safe in ein Gebüsch geworfen. Polizeibeamte fanden ihn später. Das Geld lag noch in dem 30 Pfund schweren Tresorwürfel.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 29-Jährige Schulden aus Drogenkäufen bei den beiden Mitangeklagten hatte und ihnen erzählte, dass sein Verwandter in Schwandorf ständig viel Geld bei sich daheim aufhebe. Die Ehefrau des Mannes hatte während der Attacke versucht, ihrem Peiniger die Sturmhaube vom Kopf zu ziehen. Das misslang zwar, doch verlor sie der Täter unmittelbar darauf bei der Flucht. Im Gerichtssaal nahm die 50-Jährige seine Entschuldigung an.
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