Bündnis appelliert an Vermieter, freie Wohnflächen verstärkt auch für Asylbewerber zur ...
"Amberg hilft Menschen" sucht Wohnungen

Auch das Bündnis "Amberg hilft Menschen" hat aktuell auf die steigenden Asylbewerberzahlen reagiert. Es setzt sich nun noch stärker für die Beschaffung von Wohnungen ein. "Die mehrheitlich aus Syrien stammenden Kriegsflüchtlinge werden in relativ kurzer Zeit anerkannt und erhalten ein Bleiberecht", heißt es in einer Presseinformation.

Fester Ansprechpartner

Diese Menschen müssten demnach die Unterkunft in der Kümmersbrucker Straße verlassen, um Platz für Neuankömmlinge zu machen. "Wir wollen die Vermieter ermutigen, Wohnungen auch an Flüchtlinge zu vergeben", appelliert Werner Konheiser, der Sprecher von "Amberg hilft Menschen", vor diesem Hintergrund. Im Zuge seiner Patenschafts-Betreuung von Flüchtlingsfamilien war das Bündnis nach seinen Worten mittlerweile bei mehreren Wohnungsbezügen aktiv beteiligt. "Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv", versichert Konheiser, "es gibt keinerlei Probleme mit anderen Wohnungsnachbarn - ganz im Gegenteil entstehen sehr schnell freundschaftliche Beziehungen, die von Toleranz und gegenseitiger Hilfe geprägt sind".

Generell führe "Amberg hilft Menschen" mit den Wohnungssuchenden ein Erstgespräch und werde erst dann aktiv, "wenn wir die Familie kennen und von deren Integrationswille überzeugt sind." Außerdem stelle das Bündnis dem Vermieter die Betreffenden vor, gebe Informationen zu den Beweggründen ihrer Flucht und sei auch nach dem Einzug fester Ansprechpartner für den Wohnungsinhaber.

Geld kommt von Jobcenter

"Die Mieter besuchen außerdem einen mehrmonatigen Integrationskurs und wir helfen anschließend bei der Arbeits- bzw. Ausbildungsplatzsuche", heißt es in der Mitteilung weiter. Oberste Priorität habe dabei, dass anerkannte Flüchtlinge so schnell wie möglich ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und somit die Staatskassen entlasten. Mietkosten, Heizung, Kaution und die Erstmöblierung würden vom Jobcenter Amberg übernommen.

Langfristige Verträge

"Vermieter können in der Regel davon ausgehen, dass sie langfristige Mieter bekommen", wirbt Konheiser, "gerade bei Familien mit Kindern wird das der Fall sein, da schon aufgrund des Schul- oder Kindergartenbesuchs und der daraus entstehenden neuen freundschaftlich heimatlichen Bindungen selten ein Wegzug erfolgen wird".

Angebote könnten direkt per Mail an das Bündnis gerichtet werden (info@amberg-hilft-menschen.de).
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