Buntes Leben samt Amphitheater

Auf den Kopf stellen wollen die Bunten das Bürgerspitalgelände nicht, auch wenn es aus dieser Luftperspektive fast so aussieht. Aber sie schlagen einige neue Ideen wie die eines überdachten Amphitheaters im Pausenhof der Wirtschaftsschule (links unten) vor. Luftbild: MCG.Studios GmbH

"Wir müssen uns etwas trauen!" Das fordert Amberger Bunt für die Entwicklung von Forum und Bürgerspitalgelände. Dabei traut sich die neue Gruppierung im Stadtrat gleich selbst was. Sie schlägt ein Amphitheater mit luftiger Überdachungskonstruktion im Pausenhof der Wirtschaftsschule vor.

Das Ganze soll pfiffig wirken und könnte so - passend zum Motto der Stadt als Luftkunstort - als "kleiner Luftpark" samt Alleinstellungsmerkmal beworben werden. Diese Idee formulierte der ehemalige Leiter der Wirtschaftsschule, Josef Lorenz, der zusammen mit Aydin Ayten für Amberger Bunt im Stadtrat sitzt. Bei einer Pressekonferenz im Winkler-Bräu präsentierten die beiden zusammen mit Vorsitzendem Werner Konheiser und weiteren Aktiven ihre neuen Überlegungen zu wichtigen Stadt-Themen.

Begegnung und Bildung

Dabei soll das Amphitheater keine singuläre "Luftblase" sein - es steckt ein ganzes Konzept hinter diesem Vorschlag. Es lautet: "Das Bürgerspitalgelände als Ort der Begegnung für Jung und Alt und als Ort der Kultur und Bildung entwickeln." Die Wirtschaftsschule spielt dabei für Josef Lorenz eine zentrale Rolle. Sie ist nicht nur am Tag durch ihre Schüler bevölkert, sondern könnte am Abend mit ihren unterschiedlichen Räumen (für EDV und Technik ebenso wie für Sport und Bewegung) ein "idealer Standort" für die Angebote der Volkshochschule werden. Wenn sie hier - viele davon mit Erwachsenen aller Altersklassen meist gut besucht - gebündelt über die Bühne gehen, bringe das auch zu späterer Stunde Frequenz und Leben mitten in die City.

Vorteil dabei laut Lorenz: Die Wirtschaftsschule biete nach Unterrichtsschluss durch ihre Ausstattung so viele Möglichkeiten, dass sich die Stadt "hohe Investitionskosten für eine zeitgemäße VHS sparen" könnte. Allenfalls ein Büro zur Steuerung wäre nötig. Vor allem aber könne auf die VHS-Verlegung samt Umbau ins Stadtarchiv nach dessen Auszug verzichtet werden. Neue Wohnmöglichkeiten würden den Bunten an dieser Stelle an der Vils eh besser gefallen (Stichwort "Wohnen am Fluss").

Neben diesem "neuen Zentrum für Bildung und Kultur" schwebt der Gruppierung für Bürgerspitalareal und Forum aber insgesamt ein "Mix aus Handel, Dienstleistung, Wohnen, Gastronomie und Erholung" vor. Dazu müsse die Stadt ein Konzept - eine "Nutzungsschablone" - entwerfen und dafür Investoren finden.

Wobei Letztere durchaus auch städtische Töchter sein könnten, wie die Bunten finden, die sich das so vorstellen: "Die Konzeptvorgaben müssen so sein, dass auch wirklich etwas ,Tolles' gebaut wird. Das heißt, Gebäude großzügig gestalten mit modernem Outfit und ansprechender Fassadengestaltung für ein gehobenes Ambiente und eine super Einkaufs- und Verweilatmosphäre." Dazu gehöre eine fortschrittliche Platzgestaltung "mit Überdachungen und Glasbauten - auch als Abschirmung für Anwohner gegen Lärm", meint Lorenz und fordert "keine halben Sachen", sondern Mut.
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7908)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.