Caritas-Sozialstation feiert bunt ihr 35-jähriges Bestehen
365 Tage im Jahr für Pflege auf Achse

Geschäftsführer Richard Sellmeyer (rechts) und Stationsleiterin Ingeborg Gerlach (vorne mit Blumenstrauß) freuten sich über viele Gäste, darunter Fördervereinsvorsitzende Elisabeth Schaller, die eine Spende überreichte, Pfarrer Michael Jakob (Zweite und Dritter von rechts) sowie Bürgermeister Martin Preuß (Vierter von links). Bilder: oe (2)
Die Tische und Stühle reichten am Ende gar nicht aus. Weitere mussten herbeigeschafft werden, als die Caritas-Sozialstation ihr Sommerfest abhielt. Es stand aber auch im Zeichen eines besondern Geburtstags. Die Einrichtung in der Breslauer Straße feierte ihr 35-jähriges Bestehen - zusammen mit dem Personal, rund 150 Senioren und ihren Begleitern.

Auch Bürgermeister Martin Preuß und Pfarrer Michael Jakob von St. Konrad sowie weitere prominente Gäste machten der Veranstaltung ihre Aufwartung, worüber sich Geschäftsführer Diakon Richard Sellmeyer und Stationsleiterin Ingeborg Gerlach doppelt freuten. Die Buben und Mädchen des benachbarten Kindergartens Heilige Familie sangen, tanzten und brachten es mit dem sogenannten Fliegerlied auf den Punkt: "Heit is so a scheener Tag".

Das war aber nicht die einzige Unterhaltung für die Gäste, im Gegenteil hatte die Caritas-Sozialstation mächtig viel vorbereitet. In schmucken Dirndln und Lederhosen zeigte zum Beispiel die Jugend des Trachtenvereins D'Vilstaler Haselmühl-Kümmersbruck bayerische Tänze.

Riesige Veränderung erlebt

Mit einer Trommelgruppe wurde es international: Afrikanische und südamerikanische Klänge hallten durch die gesamte Breslauer Straße und die Senioren klatschten begeistert mit. Ludmila Portnova spielte am Klavier mal Samba, mal Tango, und Vadim Vasilkov dirigierte drei Trommlerinnen, darunter Schwester Theresa von der Sozialstation. Unermüdlich zog auch Ernst Dirnhofer mit seiner Knopfharmonie von Tisch zu Tisch. Bei vielen alten Schlagern und Volksliedern zeigten sich die Besucher erstaunlich textsicher.

Geschäftsführer Richard Sellmeyer erinnerte an die Anfangsjahre der Sozialstation und an die Gründungsmitglieder Prälat Gotthard Dimpfl, Monsignore Leonhard Maier, Dr. Georg Lotter, Monsignore Hans Roidl, Hans Preuß, Dr. Elisabeth Hartl und Anna Regler. Die Veränderungen in den vergangenen Jahren waren nach seiner Auskunft riesig.

Einst habe noch das "traditionelle Familienbild" existiert: Pflege war Sache der meist nicht im Berufsleben stehenden Frau. Das hat sich laut Sellmeyer völlig gewandelt - "nur die Pflege ist geblieben". Die Anforderungen ans Personal seien stetig gestiegen. Heute zum Beispiel gehen die Schwestern mit Taschencomputer und Smartphone zur Arbeit, berichtete Sellmeyer, der auch die Caritas-eigene Ausbildung stolz hervorhob. Ein "starkes Team" von fast 50 Leuten in verschiedensten Angestelltenverhältnissen ist nach seinen Worten 365 Tage im Jahr unterwegs.

Förderverein spendet Geld

Elisabeth Schaller, die Vorsitzende des Fördervereins der Sozialstation, überreichte zum 35-jährigen Bestehen eine Spende an den Geschäftsführer. "Wir möchten damit die wichtige Arbeit der ambulanten Pflege unterstützen und uns für den unermüdlichen Einsatz der Schwestern bedanken", betonte Schaller.
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