Changhee Nam: Vernissage im Kunstkombinat am Freitag
Überlebensgroße Frauenporträts

Changhee Nam bei der Arbeit: Der Künstler präsentiert überdimensionierte Frauenporträts ab Freitag im Kunstikombinat. Bild: frj
Vor einigen Wochen stellte Professor Peter Angermann im Kunstkombinat eine Auswahl seiner Werke aus. Da war Changhee Nam noch als Zaungast bei der Vernissage zu Besuch. Jetzt kommt der Freund und Meisterschüler des Nürnberger Professors auf Einladung des A.K.T.-Kunstvereins noch einmal nach Amberg. Diesmal bringt er allerdings etliche eigene Bilder mit.

Seit 2009 Meisterschüler

Der in Youngduk im Süden seines geteilten Heimatlandes Korea geborene Changhee Nam räumte nach der Ernennung zum Meisterschüler 2009 in den folgenden Jahren mehrfach die von der Gesellschaft der Freunde der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg ausgesetzten Klassenpreise ab. In seinen Bildern porträtiert Changhee Nam Frauen überlebensgroß und fast nicht mehr mit einem Blick zu erfassen. Hauptsächlich sind es Sportlerinnen, die eine extreme körperliche Leistung vollbringen, denn "ich meine, dass ich als Künstler in einer ähnlichen Konkurrenzsituation bin", erklärt er. "Kämpferisch, schwitzend, ängstlich, voller Mühsal." In die Frauenporträts überträgt er seine Gefühle, die ihn selbst im Alltag und bei seiner Arbeit heimsuchen.

Vorliebe für Sport

Professor Angermann erklärt die Vorliebe seines Schülers damit, dass es im Sport um weitaus handfestere und eindeutiger messbare Leistungen als in der Kunst geht, die im Gegensatz dazu die komplexe Wahrnehmung und individuelle Freiheit in den Vordergrund stellt. "Es ist wohl dieser Gegensatz, der Changhee Nams Schaffen beflügelt, der ihm jedenfalls immer wieder ein - wörtlich zu nehmender - Beweggrund ist."

Die Ausstellung mit dem Titel "Übergang" wird am Freitag, 17. Juli um 19.30 Uhr mit einer Vernissage im Kunstkombinat, Neustift 47 eröffnet. Johann Sturcz gibt eine kurze Einführung in das Leben und Schaffen von Changhee Nam. Nicht nur Kunst-, sondern auch Sportfreunde haben bis zum Sonntag, 2. August, die Gelegenheit, die Werke zu den A.K.T.-üblichen Öffnungszeiten immer freitags von 15 bis 18 Uhr und samstags von 14 bis 18 Uhr zu sehen.
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