Chanson-Kabarett über allzu Männliches, Typen und Archetypen - Macherin Alexandra Völkl stammt ...
"Die Männer sind schon die Liebe wert"

Alexandra Völkl präsentiert im Paulaner-Gemeindehaus ihren neuen Chansonabend. Archivbild: Unger

Der Mann - das unbekannte Wesen? Mitnichten! Alexandra Völkl hat akribisch recherchiert und bringt am Samstag, 7. Februar, um 19 Uhr im evangelischen Paulaner-Gemeindehaus ihre Erkenntnisse auf den Punkt.

In ihrem neuen Chansonprogramm kommt sie zu dem Ergebnis: "Die Männer sind schon die Liebe wert." "Wissenschaftlich basiert und historisch fundiert", betreibt sie ein Stück Geschlechterforschung der besonderen Art - und bietet darüber hinaus praktische Lösungsmodelle für den Überlebenskampf im gemischtgeschlechtlichen Beziehungsdschungel.

Frauen wird der Besuch dieses Abends als Fortbildungsmaßnahme anerkannt, Männern wärmstens ans Herz gelegt, heißt es in der Presseankündigung scherzhaft. Die AZ wollte im Vorfeld mehr darüber wissen und stellte der gebürtigen Ambergerin einige Fragen.

"Die Männer sind schon die Liebe wert" heißt Ihr neues Programm. Wie sind Sie auf diese Idee gekommen und welche Männer haben Sie dabei konkret im Auge?

Völkl: Ich weiß sogar noch auf den Tag genau, wann ich die Idee zu meinem neuen Programm hatte: am 19. November 2013 , am alljährlich stattfindenden "Weltmännertag". Dieser auf den ersten Blick doch etwas außergewöhnliche Gedenktag hat mich spontan auf die Idee gebracht, dem starken Geschlecht ein Chansonprogramm zu widmen.

Ich hatte aber bei der Entwicklung des Konzepts keinen bestimmten Mann im Auge: Es ging mir vielmehr darum, die Evolutionsgeschichte der Spezies Mann in verschiedenen Aspekten zu thematisieren und auf humorvoll-augenzwinkernde Weise auf die Bühne zu bringen. Und da die Entwicklungsgeschichte des Mannes zwangsläufig die Entwicklungsgeschichte der Frau beeinflusst (und umgekehrt), kommen in meinem Programm natürlich auch so einige mehr oder weniger "liebenswerte Eigenheiten" der Damen zur Sprache.

Wie erleben Sie Ihre Auftritte in ihrer Geburtsstadt, welche Resonanz erfahren Sie? Wo sind Sie mit diesem Programm schon aufgetreten?

Völkl: Das Programm feierte im November 2014 in Nürnberg Premiere - natürlich zum Weltmännertag. Es ist also noch funkelnagelneu. In Amberg ist erst die zweite Aufführung. Drei Auftritte im Großraum Nürnberg stehen bereits fest, weitere sind noch in Planung.

Es ist für mich immer etwas ganz Besonderes, in meiner Heimatstadt zu gastieren. Hier habe ich meinen Realschulabschluss an der Dr.-Johanna-Decker-Schule gemacht und eine ganz solide Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin absolviert. 1993 ging ich nach Nürnberg, wo ich gleich Theater spielte und auch meine künstlerische Ausbildung hatte. Ein Auftritt in Amberg ist wie ein Heimspiel für eine Fußballmannschaft: Ich werde schon mit einem ungeheuer warmen Applaus bedacht, wenn ich den Saal betrete und noch keinen Ton gesungen habe. Viele Menschen, die mich in den unterschiedlichsten Phasen meines Lebens begleitet haben, treffe ich hier wieder. Ich fahre jedes Mal mit vielen aufgefrischten Erinnerungen und schönen Erlebnissen zurück in meine fränkische Wahlheimat.

Sie haben mit Budde Thiem einen neuen Partner am Klavier?

Völkl: Seit knapp einem Jahr spiele ich mit Budde Thiem. Er ist ein "Allroundkünstler": Musiker, Arrangeur, Komponist für Filmmusik, Jazz und Swing, Musikpädagoge und nicht zuletzt auch Comiczeichner. "Die Männer sind schon die Liebe wert" ist unser erstes gemeinsam erarbeitetes Chansonprogramm. Musikalisch hat es nicht nur Chansons der 20er, 30er und 40er Jahre zu bieten: Wir haben uns darüber hinaus immer wieder frech und ungeniert Anleihen späterer Jahre zunutze gemacht und diese größtenteils neu arrangiert. Der typische Chansonstil ist dennoch erhalten geblieben - dieses Stilelement ist ja ein wichtiges Markenzeichen meiner Programme.

Ein Stück Geschlechterforschung der besonderen Art versprechen Sie. Auf welche Ergebnisse sind Sie gestoßen?

Völkl: Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich keine promovierte Frauen-, Männer-, oder Geschlechterforscherin bin und deshalb weder das Rad neu erfinde, noch irgendwelche bahnbrechenden Ergebnisse zutage bringe, an denen sich ganze Forschungsgruppen schon jahrelang die Zähne ausbeißen. Aber ich bin eine wache Beobachterin des alltäglichen zwischenmenschlichen Zusammenlebens. Einige dieser Alltagsphänomene habe ich mir herausgepickt, näher untersucht und hinterfragt, warum diese oder jene gemischtgeschlechtliche Problematik so ist, wie sie nun mal ist. Es würde wohl den Rahmen sprengen, hier auf einzelne Ergebnisse einzugehen - die Themengebiete greifen immer wieder ineinander - aber das Endresultat meiner Forschungen kann ich gern verraten: Die Männer sind schon die Liebe wert!
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