Chiemgauer Volkstheater gastiert im Kongresszentrum mit dem Schwank "Nordlicht über Bollerbach"
Bussis, Ballermann und ein Happy End

So stürmisch und spontan wird in Bollerbach poussiert. Das begeisterte Publikum erlebte im ACC beim Stück des Chiemgauer Volkstheaters mit, wie der Bäckergeselle Rudi von den Nordlichtern Gunda und Jörg Knuppe adoptiert wird und noch viel mehr. Bild: bö

Bis der Ballermann nach Bollerbach kam, war es ein komplizierter und weiter Weg. Was es damit auf sich hatte, das erfuhren am Wochenende mehrere Hundert Zuschauer im ACC vom Ensemble des Chiemgauer Volkstheaters. Ihre Komödie "Nordlicht über Bollerbach" in drei Aufzügen war gleichsam auch das Fernduell zwischen Amberg und dem Frankenfasching in Veitshöchheim.

Respekt zollten Mona Freiberg als Thilde Knopf, die neugierige Nachbarin, Egon Biscan in der Rolle des verschlagenen Mesners Bendikt Wurzer, Christine Stichler als Gunda Knuppe, Harald Helfrich als das geldige Nordlicht Jörg Knuppe ihrem Amberger Publikum. Und zwar dafür, dass es sich trotz der Mega-Faschingsveranstaltung für den Theaterzauber entschieden hatte. Mit auf der Bühne waren auch noch Flo Bauer, der listige Bäckergeselle Rudi, Kristina Helfrich als Wirtin Monika Birkmoser und Markus Neumeier, der Wirt im Blauen Krug,

Es war eine gute Wahl, denn die Chiemgauer sind nur einmal im Jahr in Amberg. Der Wirt Matthias Birkmoser hat ernste Probleme mit dem Betrieb seines Gasthofes Zum blauen Krug. Dort ist schon seit längerer Zeit tote Hose. Eines Tages erscheint unerwartet und hell wie ein Komet das Nordlicht Jörg Knuppe, ein recht spendierfreudiger Übernachtungsgast, auf der Bildfläche, der vor hat, in Bollerbach eine Auszeit zu nehmen. Der Wirt freut sich, Geld klingelt in seiner leeren Kasse. Doch Rudi, der Bäckergeselle, und Thilde Knopf, die neugierige Nachbarin, wittern allerhand Verdächtiges über die Herkunft des vielen Geldes im Aktenkoffer des Berliners. Die Dorfzeitung berichtet von einem Banküberfall, doch Genaues weiß nicht einmal die Polizei.

Flugs wird die fesche Wirtin Monika Birkmoser zu einer Cabrio-Tour eingeladen, was am Stammtisch natürlich zu jeder Menge Spekulationen führt.

Knuppe gibt sich weiter spendabel und bietet an, mit seinem Geld die Dorfwirtschaft aufzumöbeln. Gerade so mitten drin in dem kleinen Vabanquespiel taucht schließlich Knuppes bessere Hälfte Gunda im Dorf auf und mietet sich im Blauen Krug mit ein. Der mitgenommene Millionengewinn und die schwierige Ehe sind es, die das Knuppe zur Flucht vor seiner Frau Gunda animiert hatten.

Pläne des Mesners

Knuppe sah den Ausweg darin, sein Geld vom Kirchturm unters Volk zu werfen, doch der schlaue Mesner Benedikt Wurzer hatte andere Pläne. Der eingefleischte Junggeselle wird sich mit seiner neugierigen Nachbarin Hilde Knopf einig. Der Wirt und die Wirtin bekommen das Geld für den Umbau. Jörg und Gunda Knuppe finden den Ausweg aus ihrer Ehekrise und bleiben in Bollerbach. Der arme Bäckerbursche Rudi wird ihr Adoptivkind.

Ballermann in Bollerbach heißt schließlich das Happy End, und das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer dieses kurzweiligen Theaterabends.
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