Chinesische Mauer des Schweigens

Ob Amberg das noch erlebt? "Demnächst hier!" kündigt seit einem Jahr ein Banner die Eröffnung einer Erlebnisgaststätte im ehemaligen Autohaus Peter an. Doch das chinesisch-mongolische Restaurant an den Franzosenäckern lässt auf sich warten. Der Eigentümer der Immobilie, der Chef des in Obertraubling ansässigen Autohauses Dressler, lässt sich nicht in die Karten schauen. Auf Anfrage der Amberger Zeitung gab es keine Auskunft.

Laut städtischem Baureferat hat sich an den Plänen zumindest offiziell nichts geändert. Für die Umgestaltung des Gebäudes liege nach wie vor eine Teilbaugenehmigung vor. Mit den Arbeiten sei aber bislang nicht begonnen worden, erklärte Stadt-Sprecherin Susanne Schwab. Mit dem Umbau und der Neueröffnung des Asia-Palastes, etwa einen Kilometer entfernt in der Regensburger Straße, haben die Verzögerungen allenfalls indirekt zu tun. "Wir sind es nicht, die da einziehen wollten", stellte ein Mitarbeiter des Lokals klar. "Vielleicht hat der Investor nach unserer Erweiterung einen Rückzieher gemacht."

Am anderen Ende der Stadt scheint aber noch Platz für einen asiatischen Speisetempel zu sein. Im ehemaligen Café Melounge in der Fuggerstraße sind die Handwerker fleißig bei der Arbeit. Ein chinesischer Gastronom aus Neumarkt eröffnet in dem Gebäude neben der Realschule eine große Sushi-Bar. Das Geschäftshaus gehört der Stadtbau. Sie hat es bereits seit April an den Restaurantbetreiber vermietet. Die Eröffnung sei im September geplant, hieß es bei einer Nachfrage auf der Baustelle. Die Theken sind bereits montiert. Das Melounge hatte im Sommer vergangenen Jahres endgültig geschlossen. (upl)
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8666)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.