CSU rechnet mit über 1000 Neuankömmlingen
In einem Jahr doppelt so viele Flüchtlinge

Das ehemalige Bundeswehrkrankenhaus an der Köferinger Straße kommt OB Michael Cerny in den Sinn, wenn es um die Unterbringung weiterer Flüchtlinge geht - als Notunterkunft und dauerhafte Bleibe. Bild: Unger
Die Flüchtlingsfrage - an diesem Thema kommt seit Monaten keine Partei vorbei. Das gilt erst recht für die CSU, dessen Kreisvorstand in Raigering tagte. Oberbürgermeister Michael Cerny warf dabei einen vorsichtigen Blick in die Zukunft. Es könnte sein, dass in Amberg bis Ende nächsten Jahres mehr als 1000 Flüchtlinge unterzubringen sind. Dafür müsse Platz geschaffen werden. Die Regierung der Oberpfalz habe das bereits von der Stadt verlangt.

Der OB brachte bei dem Treffen eine Variante ins Gespräch: "Eine Möglichkeit könnte es dabei sein, zwei Gebäude des ehemaligen Bundeswehrkrankenhauses anzumieten." Damit könnte nicht nur eine zusätzliche Notunterkunft geschaffen werden. Auch dezentrale Wohneinheiten für Flüchtlinge seien vorstellbar. Die größte Herausforderung aber werde die Integration der anerkannten Asylbewerber sein. Dabei spiele das Erlernen der deutschen Sprache nach seiner Meinung die wichtigste Rolle. Cerny: "Integration in die Gesellschaft und in das Arbeitsleben wird ohne ausreichende Sprachkenntnisse nicht möglich sein."

Die rund 500 Flüchtlinge, die zurzeit in Amberg leben, wurden in Unterkünfte über die ganze Stadt verteilt. Zuletzt konnte durch die Nutzung der einstigen Landwirtschaftsschule die Halle der Barbaraschule wieder für den Schulsport freigegeben werden. Gleichwohl sei die Stadt weiterhin auf der Suche nach Häusern, die für die Unterbringung von Flüchtlingen geeignet seien.
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