Da geht's lang - nach Trikala

1350 Kilometer liegen zwischen den Amberg und Trikala: Das Schild brachte Eleni Karamboula (Zweite von links) mit, als sie Oberbürgermeister Michael Cerny (Dritter von links) besuchte. Mit im Bild: Philia-Vorsitzende Vera Rittner (links), Hellas-Vorsitzende Romy Sandner, Reinhard Gräml vom Verkehrswesen (rechts) und Thomas Blank vom Team Grün. Bild: hfz

1350 Kilometer bis nach Trikala - ein Verkehrsschild auf dem "griechischen" Kreisverkehr ist mehr als ein Wegweiser. Es ist zugleich Symbol für die Verbindung der beiden Partnerstädte Amberg und Trikala.

Ein ganz besonderes Geschenk hatte die Vertreterin der Stadtverwaltung Trikala, Eleni Karamboula, bei ihrem Besuch in Amberg im Gepäck: zwei Verkehrsschilder in Pfeilform mit dem Hinweis "Trikala - 1350 Kilometer". Diese überreichte sie im Namen ihres Bürgermeisters Dimitris Papastergiou an Ambergs OB Michael Cerny. Die beiden Schilder werden ihren Platz auf dem "griechischen" Kreisverkehr nahe der JVA finden. Sie sollen die Verbindung zwischen Trikala und Amberg auch optisch hervorheben.

Es sei schon lange nicht mehr eine reine Partnerschaft zwischen den Städten, "es ist Freundschaft geworden", betonte Cerny beim Empfang im Rathaus. Die Vorsitzenden der beiden deutsch-griechischen Freundschaftsvereine Hellas und Philia, Romy Sandner und Vera Rittner, pflichteten dem OB bei. Auch Eleni Karamboula bestätigte dies. "Ich liebe Amberg sehr. Es fühlt sich an wie eine Heimatstadt." Seit heuer gibt es in Trikala einen Amberg-Platz: ein kleiner Park mit Basketballfeld und Spielgeräten, umgeben von Wohngebieten, Geschäften und Schule. Der Platz solle ein Treffpunkt für Familien und Kinder werden, so Karamboula. Cerny versprach, dass Amberg nicht nur namensgebend ist, sondern zwei Klettertürme in Form des Nabburger Tors beisteuern werde. Thomas Blank vom Team Grün habe hier schon eine konkrete Vorstellung im Kopf, erklärte der OB.

Mit einem Kinderfest, das die Oberpfälzer in ihrer Partnerschaft ausrichten, soll der Spielplatz nächstes Jahr eingeweiht werden. "Eine richtige Freundschaft zeigt sich vor allem in Krisenzeiten": Darin waren sich Cerny und Karamboula einig. Die Krise, in der Griechenland stecke, sei keine einfache Angelegenheit für die Kommunen und das ganze Land, informierte die Besucherin. Doch der Zusammenhalt setze ein wichtiges Zeichen der Freundschaft. Zum Beispiel durch regelmäßigen Austausch der Stadtoberhäupter via Skype, oder durch die Unterstützung von Hellas bei der Anschaffung medizinischer Notwendigkeiten.
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