Damit das Blut richtig fließt

Thomas Kirchmayr, Dr. Konstantin Kirchmayr, Dr. Stephan Bouschery, Prof. Dr. Volkher Engelbrecht, Prof. Volker Groß, Dr. Stefan Pommer, Saman Djamil, Dr. Harald Hollnberger, Wolfgang Händlmeyer, Dr. Ulrich-Michael Aigner (von links) und Dr. Ioannis Rafailidis (ganz vorne links) freuen sich auf ihre intensivierte Zusammenarbeit. Bild: hfz

Das Klinikum St. Marien will ein Zentrum für Gefäßerkrankungen bilden. Dort sollen Spezialisten des Hauses und niedergelassene Experten ihr Wissen bündeln, um Patienten mit arteriellen und venösen Störungen besser zu versorgen.

Blutbahnen liefern dem Körper lebenswichtigen Sauerstoff und Nährstoffe. Wird dieser Transport durch Gefäßverengungen oder Durchblutungsstörungen behindert oder gar unterbrochen, kann es für Betroffene schnell ernst werden. Um das zu verhindern, will St. Marien ein Gefäßzentrum errichten.

Austausch enorm wichtig

Zum Hintergrund schildert Dr. Ioannis Rafailidis, Chefarzt der Klinik für Gefäßmedizin und -chirurgie: "Solche Leiden sind häufig Begleiterscheinungen anderer Krankheiten wie Diabetes. Deshalb ist der fachübergreifende Austausch ganz entscheidend für den Therapieerfolg." Natürlich gebe es bereits jetzt eine intensive Zusammenarbeit zwischen Fachärzten des Klinikums und den niedergelassenen Kollegen der Region. "Durch das Gefäßzentrum erhält diese Zusammenarbeit jedoch eine ganz neue Qualität", meint Dr. Harald Hollnberger, Ärztlicher Direktor von St. Marien.

"Ab September treffen sich Fachärzte aus den Bereichen Radiologie, Neurologie, Innere Medizin, Diabetologie, Kardiologie, Angiologie und Gefäßchirurgie wöchentlich zu einer gemeinsamen Gefäßkonferenz. Hier werden die Krankheitsbilder einzelner Patienten vorgestellt, um anschließend gemeinsam die nächsten Behandlungsschritte festzulegen. Diese können von der weiteren konservativen Behandlung über die interventionelle Therapie mittels Kathetertechniken bis hin zur Operation reichen." Für die drei häufigsten Diagnosen, diabetischer Fuß, tiefe Beinvenenthrombose und periphere, arterielle Verschlusskrankheiten, erarbeiteten die Ärzte gerade einheitliche Vorgehensweisen auf der Basis der nationalen Leitlinien. "Mit diesen sogenannten Behandlungspfaden stellen wir sicher, dass alle Patienten im Gefäßzentrum auf dem gleichen hohen Level versorgt werden", wird Prof. Dr. Volker Groß, Chefarzt der Medizinischen Klinik II, in einer Presseinformation zitiert.

Einheitliche Anlaufstelle

Dank der neuen Räumlichkeiten werde eine einheitliche Anlaufstelle für Betroffene und Zuweiser geschaffen. "Das bedeutet für Patienten kürzere Wege ohne Doppeluntersuchungen, denn von der Diagnose bis zur Therapie finden sie alles an einem Ort. Und niedergelassene Ärzte müssen bei unklaren Befunden nicht mehr überlegen, in welche Fachklinik sie am besten überweisen", betont Diabetologe Dr. Ulrich-Michael Aigner. "Wir können hier diese Befunde direkt gemeinsam diskutieren." Die niedergelassenen Ärzte Dres. Kirchmayr, Aigner, Pommer und Prof. Dr. Osterziel sollen Kooperationspartner im Zentrum sein.
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