Damit Notrufe nicht verhallen

Das neue Gesicht im Vorstand-Team ist Simone Hopp (Dritte von links). Sie ergänzt die erfahrenen Kräfte (von links) Waltraud Frieser, Marianne Gutwein, Eveline Fritsche und Doris Müller. Bild: wec

Die katholische Kirche tut sich oft schwer mit Frauen in ihren Diensten. Dass sie sich damit viel vorenthält, dafür stehen die drei bescheidenen Buchstaben SkF. Keiner will mehr auf diesen Träger vielfältigen sozialen Engagements verzichten. Einige können das auch nicht.

Neuwahlen bestimmten die Mitgliederversammlung des Orts- und Kreisverbandes des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) im Amberger Marienheim. Voraus ging der Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden Marianne Gutwein, der einmal mehr das vielfältige Engagement des Verbandes unter Beweis stellte. Stets steht dabei das Wohl von Frauen, Kindern und Familien im Vordergrund. Bei dem "Notruf für Frauen" rückte die Vorsitzende in den Vordergrund, das öffentliche Bewusstsein für dessen Notwendigkeit geschärft zu haben. An der Aktion "Gewalt kommt nicht in die Tüte" hatten sich die Bäcker- und Metzger-Innung sowie der Frauen-Serviceclub Soroptimist zum Internationalen Tag gegen die Gewalt an Frauen beteiligt. Auch ein Praxisseminar Dr.-Johann-Decker-Gymnasiastinnen hatte sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt.

Auch beim Katholikentag in Regensburg war der SkF laut Rechenschaftsbericht dabei. Mitglieder hatten einen Informationsstand auf dem Neupfarrplatz bestritten, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen. Auch hier war ein Schwerpunkt bei dem Thema "Gewalt gegen Frauen" gesetzt worden.

Viele Ansatzpunkte

Zusammen mit der Amberger Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger wurde bei dieser Gelegenheit in großer Runde über Möglichkeiten diskutiert, wie von Gewalt betroffene Frauen noch besser unterstützt werden könnten. Weitere Info-Schwerpunkte waren das Ehrenamt und die Angebote zur Tagespflege im SkF und die Familienstützpunkte. Aber auch die spirituellen und gesellschaftlichen Angebote des Vereins wurden ganzjährig gepflegt.

Immer komplexer

Die Aufgaben würden immer komplexer und schwieriger, und die Belastung und der Druck stiegen entsprechend, resümierte Gutwein. "Dennoch", so die Vorsitzende, "arbeiten alle mit voller Kraft zum Wohle der Kinder, Jugendlichen, Frauen und Familien in Nöten". Das sei das Spiegelbild des Vereins und stoße auf Anerkennung und ausdrückliche Wertschätzung bei den Kommunen und bei den Menschen.

Das besondere "Vergelt's Gott" der Vorsitzenden galt deshalb auch den Ehrenamtlichen und Mitgliedern des Vereins, die sich uneigennützig in zahlreichen Bereichen engagieren. Ob im Kleiderladen, in dem jährlich Tonnen von Bekleidung hergerichtet und an bedürftige Menschen weitergereicht würden, oder in der Kinderbetreuung und Hausaufgabenhilfe, in der sich Ehrenamtliche engagieren. Am Wochenende oder nachts rund um die Uhr sei telefonisch zudem der Notruf besetzt. Das erfordere neben einer fundierten Schulung viel Kraft und Einfühlungsvermögen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9311)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.