Daniel Emmanuel muss Ordnungsgeldbeschluss jetzt doch nicht zahlen
"Dafür kann die Justiz nichts"

Zivilcourage - Daniel Emmanuel

Daniel Emmanuel freut sich: Der 26-Jährige, der Zivilcourage gezeigt hatte, bekam vom Amtsgericht mitgeteilt, dass sein Ordnungsgeldbeschluss wegen Nichterscheinens als Zeuge vor Gericht aufgehoben wird. Voraus ging eine Odyssee an Terminen (wir berichteten), die er regelmäßig besuchte. Nur einmal nicht.

Dafür hätte er 100 Euro bezahlen sollen, obwohl er nach eigenen Angaben keine schriftliche Ladung erhielt (siehe Link zum ersten Beitrag oben rechts). "Aufgrund des gesamten Vorgangs ist dies nicht auszuschließen", sagte Amtsgerichtsdirektor Ludwig Stich, weshalb über den Erlass der Strafe entschieden wurde. "So etwas kommt zigmal im Jahr vor." Darüberhinaus seien im Fall der Verhandlung wegen einer Schlägerei 2006 im Magma "nicht unnütz Termine gemacht" worden.

Vielmehr konnte der Fall erst nach erneuter Einreise des Angeklagten nach Deutschland wieder aufgenommen werden. 2008 wurde der Mann abgeschoben und somit sei die Verhandlung vorläufig eingestellt worden. Erst 2014 konnte der Täter wieder vor Gericht gestellt werden.

Ende nach acht Jahren

"Dass die Vernehmung des Herrn Emmanuel beim vorletzten Termin nicht möglich war, weil die Verhandlung abgebrochen werden musste, da es dem Angeklagten gesundheitlich zu schlecht ging, dafür kann die Justiz nichts", sagte Stich.

Daniel Emmanuel ist jetzt erst einmal froh, dass die Geschichte nach acht Jahren ein Ende hat - zumindest für ihn, der als Zeuge hätte aussagen sollen. Der Angeklagte muss sich wegen einer anderen Tat vor Gericht verantworten.
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