Das "Amberger Ei-Phone"

Mobil auch auf der Straße problemlos ins Internet. Die Stadt wird den technischen Grundstock für "Open WLAN Amberg" auf der Achse Bahnhof-Marktplatz legen. Bild: Steinbacher

Der Oberbürgermeister war vor seinem kommunalpolitischen Berufsleben als Informatiker tätig. Da wundert es nicht, dass er auch auf dem Gebiet zeitgemäßer Kommunikationstechnik in der Stadt einiges voranbringen möchte.

(zm) Die Verwaltung spricht nüchtern von "Open WLAN Amberg". OB Michael Cerny witzelte nach dem Beschluss des Hauptverwaltungs- und Finanzausschusses, das Projekt auf den Weg zu bringen, unter Anspielung auf die gerne als Amberger Ei titulierte Altstadt vom "Amberger Ei-Phone". Denn im Zentrum soll der Anfang gemacht werden.

Bei WLAN (Wireless Local Area Network, übersetzt "drahtloses lokales Netzwerk") handelt es sich um eine auf Funksendern und -empfängern basierende Kommunikationstechnik, mittels der mit mobilen Smartgeräten (Handy, Tablet) oder Notebooks Internetdienste abgerufen werden können. "Open" (offen) deshalb, weil jeder Zugang bekommen soll, wenn er über die nötigen elektronischen Geräte verfügt.

In einem ersten Ausbauschritt denkt die Verwaltung an eine Erschließung ab dem Bahnhof in Richtung Marktplatz und dessen Umfeld. Im Blick haben die Planer dabei speziell auch Ortsfremde und Touristen, die über diesen Weg problemlos an für sie wichtige Informationen (Stadtplan, Sehenswürdigkeiten, Einkaufsmöglichkeiten) kommen können. Einem Ausbau dieses technischen Grundstocks besonders auch unter Einziehung des Einzelhandels, der Gastronomie oder von Dienstleistern sind kaum Grenzen gesetzt. Für den eigentlichen Betrieb möchte sich die Stadt ihrerseits eines Dienstleisters bedienen, der auch für die Sicherheit zuständig sein wird.

Zugleich trägt er die rechtliche Verantwortung beim möglichem Missbrauch und schränkt technisch das Übertragungsvolumen ein, um diesen Internet-Zugang vor "Schwarzsurfern" zu schützen.

Rund 3000 Euro wird die Stadt für die nötige technische Grundausstattung, die unkompliziert und günstig erweitert werden kann, investieren müssen. Einstimmig gab der Ausschuss grünes Licht.
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