Das "besondere" Duell

Rot gegen Gelb-Schwarz: Rund 1500 Zuschauer sahen das Hinspiel in Ammerthal und die 1:5-Niederlage der DJK. Jetzt treffen sich die Bayernliga-Rivalen im Stadion des FC Amberg zum Rückspiel. Bild: Ziegler

"Es gibt nichts Schöneres als einen Derbysieg", sagt Trainer Timo Rost. In Weiden hat's beim 1:1 nicht geklappt, jetzt bietet sich Gelegenheit Nummer zwei für den FC Amberg. Der Gegner heißt DJK Ammerthal.

Nach dem 1:1-Unentschieden im Bayernliga-Topspiel wartet auf die Elf von Timo Rost am Samstag, 28. März, um 16 Uhr schon der nächste Lokalrivale. "Weiden und Ammerthal - das sind für uns die absoluten Höhepunkte in der Saison", erklärt Rost. Die DJK steckt als Tabellensechzehnter mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt und hat sich einen alten Bekannten zu Hilfe geholt: Den ehemaligen Trainer Robert Ziegler. Der führte schon von 2010 bis 2013 Regie bei der DJK und ist jetzt, nach Andreas Speer (bis zum 9. Spieltag), Willi Haller (Interimscoach am 10. Spieltag) und Markus Mühling (bis zum 24. Spieltag), der bereits vierte DJK-Verantwortliche an der Seitenlinie in dieser Saison.

Bei seinem Comeback (oder Debüt - je nachdem) am vergangenen Wochenende gab's in Ammerthal ein 1:1 gegen Haibach. "Ich muss die Mannschaft natürlich erst richtig kennenlernen. Aber wir haben schon Spieler, die kicken können. Fakt ist aber auch: Wir haben in vielen Bereichen noch viel zu tun", erklärte Ziegler. Sieben Punkte Rückstand sind es derzeit auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Woher diese Platzierung resultiert, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Neben 21 Punkten aus 25 Spielen stehen dort erst 21 erzielte und 52 kassierte Treffer - nur der Letzte Memmelsdorf ist noch schlechter (15:63). Viel Arbeit also für Ziegler, der in der aktuellen Situation vor allem eines von seinen Spielern fordert: "Jeder muss nach hinten arbeiten, keiner darf sich dafür zu schade sein. Persönliche Belange müssen jetzt hinten angestellt werden. Denn Qualität hat ein Spieler nur dann, wenn er die Vorgaben zu 100 Prozent umsetzen möchte."

Das Ziel heißt weiterhin Klassenerhalt, auch wenn das noch ein weiter und schwerer Weg sei, so Ziegler. Einer, der letztlich über die Relegation führen könnte. Doch auch dafür müssten die Vorgaben klar umgesetzt werden, stellt Ziegler klar: "Denn nur so können wir eine Mannschaft formen, die dann in der Relegation bestehen könnte." Aber erst einmal steht das Duell gegen den FC Amberg vor der Tür. Das sei "natürlich etwas besonderes, aber ich sehe das jetzt neutral und wertfrei", so Ziegler, der auf die Leistungsträger Bastian Leikam und Jan Fischer (beide muskuläre Probleme) verzichten muss.

Selbstbewusst kann hingegen der FC Amberg in dieses nächste Derby gehen. Seit zehn Spielen ist man ungeschlagen, steht auf Platz 3 - alles gut also, sollte man meinen. Doch FC-Trainer Timo Rost warnt: "Spielst du gegen ein Team mit einem neuen Trainer, ist das ganz schwer, weil jeder alles geben will und die Karten neu gemischt werden." Dennoch gehe man mit breiter Brust in das Spiel, in dem der nächste Dreier eingefahren werden soll, so Rost, denn: "Es gibt nichts Schöneres als einen Derbysieg. Dafür müssen wir aber kämpfen bis zum Umfallen."

Fehlen wird André Karzmarczyk (Außenbandanriss), ansonsten hat Timo Rost sein gesamtes Personal zur Verfügung. Im Hinspiel gab's einen klaren FC-Auswärtssieg in Ammerthal. 1:5 hieß es da am Ende vor gut 1500 Zuschauern - es war das letzte Spiel von Andreas Speer als DJK-Trainer, dem ersten von vier in der laufenden Saison. Bei der DJK sind Jan Fischer und Kapitän Bastian Leikam verletzt. Dafür rücken Dominik Mandula und erneut Tobias Laurer, der nach einjähriger Verletzungspause bereits gegen Haibach zu einem Kurzeinsatz kam, ins Aufgebot.

FC Amberg: Götz (1), Schober (25); Ceesay (15), Gorgiev (5), Jobst (23), Hock (2), Graml (6), Hempel (14), Knorr (17), Lincke (19), Morin (22), Plänitz (13), Schwarzfischer (21), Wiedmann (10), Dietl (8), Hauck (27), Seifert (16), Seitz (9), Wiesner (7), Werner (11).

DJK Ammerthal: Schmidt (25), Lang (23); Stauber (20), Jank (3), Lämmermann (19), Fürsattel (14), Mellinghoff (2), Scheidler (17), Fromholzer (27), Becker (7), Papadopoulos (17), Haller (8), Jonczy (9), Pospisil (29), Hiemer (15), Kotzbauer (13), Richter (12) Mandula (11), Laurer (21).
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