Das Erbe
Angemerkt

Ihr Wappen hängt oben an der Empore. Es zeigt einen Hirsch und steht für den Stifter der Kirche: Wolfram Reich. An der Fassade erinnert ein Schild an den edlen Spender von einst: 1387 wurde St. Katharina seiner Bestimmung übergeben. Vielleicht errichtete er das Haus aus Dankbarkeit gegenüber Gott für eine überstandene Krankheit, vielleicht aber sollte es auch Trauernden Halt geben. Zur Geschichte der Erbauung ist nichts bekannt.

Allerdings war St. Katharina schon damals die Kapelle des Frauensiechhauses. Tod, Trauer, Tränen beherbergt die Kirche auf dem Katharinenfriedhof also seit über 600 Jahren.

Heute ist sie selbst Anlass für Kummer: Das Erbe, das Wolfram Reich hinterlassen hat, ist so marode, dass bereits Teile der Decke auf den Boden stürzten. Seit 2012 ist die Kirche deshalb geschlossen. Jahre, in denen der Zustand nicht besser wurde. Bausünden aus der jüngeren Vergangenheit gaben dem Gemäuer den Rest. Mit dem Start der Sanierung ist jetzt zumindest der Schritt in die richtige Richtung getan. Eigentlich sollte kein Zweifel darin bestehen, St. Katharina nach Vollendung der statischen Sicherungen auch die notwendige Innensanierung zu gönnen - auch wenn sich die Geldgeber derzeit noch querstellen. Eine Alternative gibt es sowieso nicht.



Reaktionen

Leithäuser: "Ich war noch früher dran"

Amberg. (upl) Wer hat's erfunden? Mit dieser Frage beschäftigen sich einige Akteure der kommunalpolitischen Bühne, seit sich die CSU für eine Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße ausgesprochen hat. Nachdem am Freitag die Gruppierung Amberger Bunt darauf hingewiesen hat, dass die Initialzündung für diese Erschließungsvariante von ihr ausgegangen sei, meldete sich am Samstag Stadträtin Emilie Leithäuser (FDP) zu Wort.

"Diesen Vorschlag haben die Park- und Werbegemeinschaft und ich schon vor längerer Zeit gemacht", teilte sie mit. Bisher habe es immer geheißen, eine Tiefgarageneinfahrt in der Bahnhofstraße sei wegen des Kanals bautechnisch nicht umsetzbar. "Uns war immer klar, dass diese Variante machbar und dies die einzige Möglichkeit zur Erschließung des Bürgerspital-Areals ist", schreibt Leithäuser. "Es ist schön, dass jetzt ein Umdenken in den anderen politischen Gruppierungen erfolgt."
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.