Das große Ziel: 2000 Parkplätze

In einem zweiten Bauabschnitt kann das Mariendeck (Hintergrund) saniert oder neu gebaut werden. Verkehrsreferent Dr. Bernhard Mitko plädiert für die zweite Lösung. Sie komme nicht viel teurer, sagt er. Bild: Steinbacher

Auch im Stadtrat gab es keinerlei Einwände. Damit ist das neue Parkhaus für 1200 Autos zwischen Marien- und Regensburger Straße beschlossene Sache. Es dürfte mindestens zehn Millionen Euro kosten.

Die Zahl ist eine vorsichtige Schätzung und stammt von Verkehrsreferent Dr. Bernhard Mitko. Erwähnt hat er sie in der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause, als es auch um das Einschalten eines Fachbüros für die Projekt-Ausschreibung ging. 12 oder 13 Millionen könnten es aber auch werden, sagte Mitko. Er zeigte sich "optimistisch", an Fördermittel zu kommen. Über die Montage einer Photovoltaik-Anlage wird nachgedacht.

Mehrere Bauabschnitte

Mitko schlägt die Realisierung in zwei bis drei Abschnitten vor. Während des ersten müsste das Parkdeck Marienstraße noch stehen bleiben. "Es wird schwer genug, für die Bauphase ausreichend Alternativen für die wegfallende Freifläche mit 219 Stellplätzen zu finden", hält der Verkehrsreferent in seinem Sachstandsbericht fest. Erst im zweiten Abschnitt könne das Mariendeck saniert oder neu gebaut werden.

"Nach grober Kostenschätzung des Hochbauamts lägen die Sanierungskosten nahe bei den Neubaukosten für Stellplätze in wirtschaftlicher Bauweise", gibt Mitko zu bedenken. Beim Neubau bestehe allerdings ein gewisses Risiko wegen der vor 1990 vorgenommenen Bodensanierung. Ob sie tatsächlich erfolgreich war, könne man nicht sicher sagen - "mangels ausreichender Dokumentation". Hohe Kostensteigerungen befürchtet Mitko deshalb jedoch nicht. Er plädiert eher für ein neues Mariendeck (400 Plätze), unter anderem aus folgendem Grund: Bei einer Sanierung wäre es recht schwierig, das alte Parkhaus mit dem neuen 1200-Plätze-Bau zu verbinden. Mitko verweist außerdem auf die engen Stellplätze und Wege sowie die ungünstige Zufahrt, "die eine Schranke unmöglich macht".

Planer braucht Geschick

Die Option eines dritten Abschnitts für nochmal 400 Fahrzeuge sollte nach Mitkos Ansicht gleich in der Planung berücksichtigt werden. Das würde dann unterm Strich 2000 Parkplätze machen. 1600, so heißt es, könnten über die drei vorgesehenen Zu- und Ausfahrten an der Regensburger- und der Marienstraße erschlossen werden. Fraglich sei, ob der gewünschte dritte Abschnitt überhaupt möglich ist. "Die Chance, dass ein geschickter Planer hierfür noch eine verträgliche Lösung findet, sollte zumindest nicht vorschnell aufgegeben werden", betont Mitko.
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