Das Haar im Hefeweizen
Glosse

Harald Riedl (links) folgt Dr. Wolfgang Schmalzbauer (rechts) als Landgerichtspräsident nach. Bilder: Huber (2)
Ein sonniger Samstagnachmittag in einem Biergarten. Gut, dass die Laptop-und-Lederhosen-Generation weltoffen und vielsprachig ist: Kein Problem, dem amerikanischen Besucher-Trio am Tisch beim Verstehen der Speisekarte behilflich sein. Sein zweites Heyh-Feyh-Weihsen schenkt er schon ganz ordentlich ein, der Gast aus Michigan. Und entschuldigt sich. Nicht, weil er an der Schaumkrone noch arbeiten muss. Er sagt sorry wegen Trump. Donald Trump.

Der will US-Präsident werden. Schon gehört? Der Einheimische am Tisch nickt. Klar. Der milliardenschwere Polit-Polterer mit den abstrusen Ansichten schafft es sogar bis in die deutschen Schlagzeilen. Dem Amerikaner ist Trump richtig peinlich. Gerade erst hat sich der Kandidat live im TV am Schopf zerren lassen. Man munkelt ja immer, der Mann trage ein Toupet.

Mit solchen Aktionen schafft er's auch bis an den bayerischen Biertisch. Ins Weiße Haus wohl nicht. Da ist sich die Biergarten-Runde einig. Zum dritten Weizen serviert der Bayer dem Amerikaner ein Trostpflaster: Bei uns waren die Haare eines Regierungschefs auch schon mal ein großes Thema. Die Farbe seiner Schläfen ging bis vors Bundesverfassungsgericht. Jetzt ist der Bayer peinlich berührt. Und Trump am Tisch abgehakt. Schließlich hat die Welt selbst mitten im Sommerloch ganz andere Probleme als die Haare ihrer Politiker.

heike.unger@zeitung.org

Reaktionen Ebenburger findet's lächerlich

Amberg. (kan) Der Neu-Grüne Dr. Klaus Ebenburger entgegnete am Montag auf den Vorwurf der Freien Wähler, ihnen geschadet zu haben (wir berichteten): "Mein sofortiger Ausschluss entbehrt nicht einer gewissen Lächerlichkeit, da ich die Freien Wähler ja längst verlassen hatte." Der im Unfrieden geschiedene ehemalige FW-Vorsitzende fügte dann noch hinzu: "Wollte hier eine schlichte Seele einfach noch mal kräftig nachtreten? Oder ist es die Demenz, unter der hier möglicherweise jemand leidet?"

Flüchtlinge dürfen einziehen

Amberg. (kan) Die Aktion "Wohnungssuche für Flüchtlinge", verbunden mit einem Aufruf in der AZ, hat funktioniert. "Am Wochenende waren wir auf Wohnungs-Besichtigungstour und haben vier Zusagen erhalten", informierte Werner Konheiser von der BI "Amberg hilft Menschen". Nun könnten bis zu 15 Leute untergebracht werden.
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