Das Kufü braucht frische Luft

Das Kurfürstenbad feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. Als Geschenk bekommt es eine neue Lüftungsanlage. Bild: Hartl

In der schlechten Nachricht steckt in diesem Fall auch die gute: Das Kurfürstenbad hat in diesem Jahr von 3. August bis 25. September geschlossen. Dafür bekommt es eine nagelneue Lüftung und viele andere Dinge, die es auf den aktuellen Stand der Technik bringen.

25 Jahre wird in diesem Jahr das Kufü alt, das einst als eines der modernsten Hallenbäder in ganz Bayern galt. Rund zehn Millionen Besucher haben in dieser Zeit die Drehkreuze passiert, sind hier geschwommen, gerutscht, waren in der Sauna oder im Dampfbad. Das vergangene Vierteljahrhundert ging natürlich nicht ohne Investitionen, wie Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Stephan Prechtl betont. "Wir haben das Bad in dieser Zeit praktisch noch einmal neu gebaut", so sagt er.

Lüftung hat gehalten

Die volle Distanz hat die Lüftungsanlage gehalten. Doch inzwischen wird es immer komplizierter, an Ersatzteile heranzukommen. Aus diesem Grund haben sich die Stadtwerke für eine Kompletterneuerung entschieden. Der erste Schritt wurde bereits im Vorjahr mit dem Bau der unterirdischen Versorgungsräume getan. Heuer ist die eigentliche Anlage dran. Kostenpunkt insgesamt: 1,7 Millionen Euro. Und weil das Kufü nun mal schon für längere Zeit geschlossen ist, geht es auch gleich der "alten" Sauna an den Sanierungskragen. Sie wird für rund 240 000 Euro komplett überholt. Noch einmal 110 000 Euro verschlingt die Erneuerung der beiden Galerien im Freizeit- und Schwimmhallenbereich. Gleichzeitig laufen auch noch die jedes Jahr üblichen Instandhaltungs- und Reinigungsarbeiten, so dass das Kurfürstenbad am 26. September um 9 Uhr wiedereröffnet werden kann.

Hocko bleibt geöffnet

Nur einen Tag vorher schließt in diesem Jahr das Hockermühlbad. "Das Freibad bleibt auf jeden Fall während der Arbeiten im Kufü geöffnet", verspricht Stephan Prechtl und hofft auf das passende spätsommerliche Badewetter. Für die Gäste der neuen Sauna im Kufü hält er zusätzlich ein Schmankerl bereit: Die kann nämlich auch im Zeitraum von 3. bis 30. August benutzt werden, und es gelten verbilligte Baustellenpreise. "Damit wollen wir ein Stück Lebensqualität anbieten."

Prechtl und Bäderleiter Günter Schwarzer bitten bereits zum jetzigen Zeitpunkt um Verständnis, dass das Kufü in diesem Jahr einfach länger Pause machen muss. "Wir können aber auch sagen, dass wir Bäder haben, die gut in Schuss sind", so Schwarzer. Kaum Probleme befürchtet er für die Vereine, die das Kufü als Trainingsort benutzen. Die könnten ja ohnehin das Hocko belegen und in den Ferien ruhe der Trainingsbetrieb in der Regel.
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