Das Publikum darf mitreden

Sie sind gespannt, was bei der Umfrage herauskommt (von links): Kulturamtsleiter Thomas Boss, Oberbürgermeister Michael Cerny, Kulturreferent Wolfgang Dersch und Norbert Fischer, der Vorsitzende der Freunde des Stadttheaters. Bild: hfz

In der kommenden Woche startet eine Umfrage zum Umbau des Stadttheaters. Denn die Wünsche und Bedürfnisse des Publikums sollen bei dem Projekt berücksichtigt werden, verspricht die Stadt. Dabei geht es auch um die Barrierefreiheit.

"Was wünschen Sie sich für das Amberger Stadttheater?" Diese Frage wird nun interessierten Bürgern gestellt. Über Antworten freut sich das Kulturreferat, das die Aktion in Zusammenarbeit mit den Freunden des Stadttheaters startet. Den Anstoß gegeben hatte die letzte Sitzung der Theaterfreunde, in der mit Oberbürgermeister Michael Cerny und den Kulturverantwortlichen die weitere Vorgehensweise für den Umbau festgelegt wurde.

Hohe Akzeptanz das Ziel

"Wir wollen nicht am Bedarf unseres Publikums vorbeiplanen, sondern den Nutzern ein Mitspracherecht einräumen", unterstreichen der OB, Kulturreferent Wolfgang Dersch, Kulturamtsleiter Thomas Boss, dessen Stellvertreterin Marina Auer und Norbert Fischer, der Vorsitzende der Freunde des Stadttheaters, in einer Pressemitteilung. Ziel sei es, eine hohe Akzeptanz der geplanten Umbaumaßnahmen in der Bevölkerung zu erreichen und dazu einen möglichst großen Personenkreis einzubinden.

Deshalb werden die Fragebögen im Stadttheater aufliegen, vor allem auch beim Tag der offenen Tür am Sonntag, 13. September. Sie werden zudem in der Tourist-Info am Hallplatz und an weiteren öffentlichen Stellen erhältlich sein. Ebenso ist es möglich, sich auf der Internetseite www.stadttheater-amberg.de an der Umfrage zu beteiligen. Alle, die ihre Stimme abgeben, nehmen an einer Verlosung teil. Angekündigt sind "attraktive Preise".

Ein besonders wichtiges Thema wird die Barrierefreiheit des Hauses sein, damit künftig alle Menschen mit Behinderung Theateraufführungen oder Konzerte besuchen können. "Deshalb wurde im Vorfeld bereits ein Gespräch mit dem Bündnis für Inklusion und dem Behindertenbeauftragten der Stadt Amberg geführt, um wichtige Punkte auszuloten und speziell auf diese Wünsche und Bedürfnisse eingehen zu können", heißt es in der Presse-Info.

Der weitere Zeitplan sehe im nächsten Jahr einen Architektenwettbewerb vor, in den die Vorschläge des Publikums als Eckpunkte mit aufgenommen werden sollen. Nach einer intensiven Planungsphase im Jahr 2017 soll schließlich von Mai 2018 bis September 2019 - also innerhalb nur einer einzigen Spielzeit - der Umbau erfolgen. Dieser sei auch deshalb erforderlich geworden, weil in einigen Teilen des in den 1970er Jahren letztmalig umfassend renovierten Gebäudes Sanierungsbedarf bestehe.

Thema Brandschutz

Freilich nicht in allen Bereichen. Denn die Stadt habe zusammen mit den Freunden des Theaters von 2008 bis 2012 für Erneuerungsmaßnahmen mehr als 2,5 Millionen Euro ausgegeben und in eine neue Obermaschinerie sowie in Ton-, Licht- und Bühnentechnik investiert. Wichtig sei es neben einer barrierefreien Gestaltung nun, in Sachen Brandschutz tätig zu werden.
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