Das sagt der OB

Michael Cerny hatte es im Interview mit der Amberger Zeitung gesagt: Eine Behörde mit 30 bis 50 Mitarbeitern als Kompensation für den Verlust von rund 430 Stellen in der Leopoldkaserne, das sei ihm zu wenig. Ein bisschen mehr ist es zwar geworden, doch weder wird die Regierung der Oberpfalz nach Amberg zurückverlegt, wie es Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger (CSU) gefordert hatte, noch der Abgang an Arbeitskräften vollständig ausgeglichen. Trotzdem zeigte sich der Oberbürgermeister am Mittwoch sehr zufrieden.

"Wenn man die Probleme anschaut, die in anderen Regionen vorhanden sind, dann ist das doch sehr positiv, dass wir so viel bekommen haben", sagte Michael Cerny am Abend. Zeitweise habe es ja so ausgeschaut, als ob die Oberpfalz insgesamt nur 200 bis 300 Stellen gewinnen würde. Er freue sich wirklich sehr auf die beiden neuen Behörden, deren Unterbringung übrigens seiner Ansicht nach völlig problemlos zu bewerkstelligen ist. Nämlich entweder im Bereich des Dienstleistungszentrums an der Marienstraße oder aber auf einer der beiden Konversionsflächen - Bundeswehrkrankenhaus oder Leopoldkaserne.

Die Stadt Amberg jedenfalls werde den rund 100 potenziellen Neubürgern und ihren Familien signalisieren, dass sie hier sehr willkommen sind. In einer lebens- und liebenswerten Region, wie Cerny betonte. "Und diese Verlagerung hilft uns meiner Ansicht nach nicht nur als Stadt, sondern auch der Behörde, vielleicht ein bisschen dezentraler denken zu lernen."

Zum konkreten Zeitplan konnte sich der Oberbürgermeister am Mittwoch noch nicht äußern. Die Verlagerung sei ja an sich schon auf bis zu zehn Jahre angelegt, um eben mögliche Härtefälle zu vermeiden. Es müsse aber nicht unbedingt so lange dauern, dafür werde Amberg viel positive Werbung in Richtung München machen. "Wir würden uns freuen, wenn wir es in den nächsten fünf Jahren schaffen könnten", sagte Cerny mit einem optimistischen Blick in die Zukunft. (ass)
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