Das schlaucht selbst die Jungen

Schaufeln in der Nacht: Die Übungslage hatte die Bergung einer verschütteten Person vorgegeben.

Auch unter Stress und Müdigkeit einsatzbereit zu bleiben, das ist unter anderem ein Ziel einer 24-Stunden-Übung.

"Gefahrgutunfall am Rohrweiher, Einsatz für alle Fahrzeuge", ertönte es aus dem Lautsprecher, zugleich schrillten die Alarmglocken im Gerätehaus. In Windeseile besetzten die Mädchen und Jungen der örtlichen Jugendfeuerwehr die Einsatzfahrzeuge und rückten zu einem Einsatz aus.

Dieser Alarm war nur einer von vielen simulierten Ernstfall-Szenarien, die das Team der Ausbilder um Jugendwart Tobias Stubenvoll für die insgesamt 21 Teilnehmer einer angesetzten 24-Stunden-Übung vorbereitet hatten. Von 9 bis 9 Uhr mussten die Jugendlichen wie in einer realen Wache einer Berufsfeuerwehr das örtliche Gerätehaus besetzt und einsatzbereit halten.

Vorgesehen waren nicht nur eher spektakuläre Aufgabenstellungen, wie zum Beispiel das Retten einer verschütteten Person oder das Löschen von Bränden, sondern auch im Feuerwehralltag als Routine anfallende Hilfseinsätze, etwa das Kehren und Binden einer Ölspur oder Einfangen eines entlaufenen Tieres.

Dann ging's zur Sache

Eingeplant waren allerdings ebenso deutlich anspruchsvollere Höhepunkte der 24-Stunden-Übung. Zu bekämpfen hatte der Feuerwehrnachwuchs etwa auch den simulierten Brand in einem landwirtschaftlichem Anwesen mit mehreren vermissten Personen. Die Einsatzleitung hatte hier der Ammersrichter Kommandant Christian Schafbauer übernommen.

Und noch ein Einsatz

Zum anderen musste ein fingierter Gefahrgut-Unfall sachgerecht angegangen und abgearbeitet werden. Hier galt es, herauszufinden, um welchen Gefahrenstoff es sich handelt und bei Bedarf einen entsprechenden Not-Dekontaminationsplatz aufzubauen. Im Vordergrund dieser 24-Stunden-Übung stand, wie Stubenvoll betonte, dass die Jugendlichen anhand alltäglicher Einsatzsituationen unverzichtbare feuerwehrtechnische Grundtätigkeiten erlernen und durch mehrfaches Üben vertiefen. Bei einem gemeinsamen Frühstück im Gerätehaus konnten die Jugendlichen dann aufatmen, es war vorbei.
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