Das Schutzkonzept

Die das Gelände belastenden Phenole und Naphthaline gelten grundsätzlich als umweltschädlich und in hohen Konzentrationen als gesundheitsgefährdend. Deshalb ist diese Altlastenentsorgung mit aufwendigen Schutzmaßnahmen und einem kontinuierlichen Überwachungskonzept (Monitoring) verbunden.

Die Abzäunung der Baustelle gewährleistet, dass keiner das Gelände betreten kann, ohne Sicherheitsschleusen zu passieren. Das gilt auch für den Baustellenverkehr. Die das kontaminierte Erdreich abtransportierenden Lastwagen befahren das Areal nicht. Sie werden in einer separaten Zufahrt über einen Zaun hinweg beladen.

Kein Arbeiter darf sich auf der Baustelle ohne Schutzmaßnahmen (Atemschutz, Einweg-Overalls, Gummistiefel und -handschuhe) bewegen, es darf dort nicht gegessen werden. Die Fahrerkabinen der eingesetzten Maschinen sind klimatisiert und per Filtertechnik von der Umgebungsluft abgeschottet. Die dort beschäftigten Leute verfügen über zusätzliche Qualifikationen und werden regelmäßig arbeitsmedizinisch untersucht.

Um die erwartbaren Geruchsbelastungen von Anliegern zu minimieren, wurde wegen der niedrigeren Temperaturen und höheren der Feuchtigkeit der Winter als Bauphase gewählt. Für die Umgebung liegt die potenzielle Gefährdung in der gasförmigen Schadstoffkonzentration in der Luft sowie im Staub-Aufkommen, an dessen Partikel sich Phenole- oder Naphthaline anheften.

Unabhängige Gutachter nehmen regelmäßig Proben und erheben Messdaten. Laut der Projektleitung wurden noch keine Überschreitungen bestehender Grenzwerte festgestellt. Alle diese Daten macht auf Anfrage Protect Umwelt öffentlich. (zm)
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