Das Ticket in der Hand - die 71 Absolventen des Erasmus-Gymnasiums jubilieren
"Oder der Weg findet mich"

Über die Resultate der Jahrgangsbesten am Erasmus-Gymnasium freuten sich (von links): Oberstudienrat Andreas Wenkmann, Martin Lindner (1,1), Louisa Schaller (1,0), Philipp Hartmann (1,4), Marie Fechtner (1,2), Johannes Kaiser (1,5), Lea Dotzler (1,5), Markus Schwab (1,2), Laura Lehmeier (1,3), Tim Roith (1,2), Johanna Weizer (1,5), Johannes Winkler (1,4), Schulleiter Peter Seidl und Michael Rosensprung (1,4). Bild: Huber
Nicht nur in der feierlichen Location des Stadttheaters waren sie die Ersten: Glücklich und stolz haben die 71 Absolventen des Erasmus-Gymnasiums gestern ihr Reifezeugnis entgegengenommen.

Mit Witz und Wehmut rekonstruierten Rebecca Mendl, Benedikt Krieg und Johannes Schmidt im Namen der gesamten Abschlussklasse die letzten Jahre. Ängstlich und ehrfürchtig haben sie ihre Schullaufbahn gestartet, durchlebten ein Wechselspiel aus Anspannung und Erleichterung, haben gelernt und sicher auch vergessen, fühlen sich aber jetzt gut vorbereitet für die Welt, die ihnen zu Füßen liegt. "Aber was soll aus uns werden?", fragten sie. "Wir sind ein Haufen voller Stecknadeln, der auf der globalisierten Welt verteilt wird." Doch zuversichtlich zitieren sie Seneca: "Unglücklich ist nur der, der Angst vor der Zukunft hat."

In fünf Sprachen

Die Abiturrede von Schulleiter Peter Seidl widmete sich nur den Schulabgängern. Was ist mein Weg? Und ist es auch ein guter Weg? Was ist gutes Leben?, das seien Fragen, die jetzt auf die Absolventen zukommen. Mit Zitaten auf Latein, Griechisch, Französisch und Englisch gab Seidl den Fragen eine Antwort und den jungen Erwachsenen Weisheiten auf den Lebensweg mit. "Und natürlich, damit Sie auch noch wissen, warum Sie am Erasmus all diese Sprachen gelernt haben", betonte Seidl. Auch OB Michael Cerny stellte mit einem Blick in die strahlenden Gesichter fest: "Eine Menge an Freude und Stolz liegt in der Luft." Der Oberbürgermeister appellierte an die Schulabgänger, voller Offenheit und Optimismus, doch auch mit Dankbarkeit in die Freiheit zu starten, und forderte sie auf: "Aber erst mal wird gefeiert."

"Abituri", im Begriff fortzugehen, das sind die Absolventen. Sie müssen jetzt nur noch auf ihren Weg aufbrechen. Und wenn sie den noch nicht kennen? Dann solle sich nach Seidl jeder deutlich vor Augen halten: "Ich finde meinen Weg. Oder der Weg findet mich."
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