Dauerstress-Test für Drachen-Torhüter

Die Red Dragons hatten ihre Lektion aus der 0:8-Hinspielpleite gelernt und rührten gegen den ERSC Amberg massiv Abwehr-Beton an. Doch auch ihr überragender Schlussmann ist letztlich machtlos.

Dritter Sieg in Serie: Die Mannschaft von Löwen-Trainer Stefan Ponitz gewann am Freitagabend in der Eishockey-Landesliga gegen den ERC Regen mit 7:3. Allerdings lief der Motor der Amberger anfangs noch etwas stotternd.

Zugute kam den Gästen, dass sie bereits nach 130 Sekunden in Unterzahl durch den Ex-Straubinger Helmut Kößl in Führung gingen. In der Folge machte der ERSC zwar sehr viel Druck, aber wirklich flüssig wirkten die Aktionen noch nicht. Da half auch der baldige Ausgleich durch Felix Söllner nicht zu mehr Rhythmus, denn die Niederbayern brachten fast immer einen Schläger dazwischen und störten die ERSC-Angriffe. Die Schussstatistik sprach schon im Anfangsdrittel deutlich für die Amberger, das 1:1 zur Pause schmeichelte deshalb durchaus den Dragons.

Powerplay ohne Überzahl

Mehr denn je stand dann im Mittelabschnitt Gästetorhüter Markus Feiner im Blickpunkt, sein Tor war oftmals unter Dauerbeschuss. Der ERSC zog auch ohne Überzahl ein regelrechtes Powerplay auf und wurde mit dem 2:1 von Florian Bartels belohnt. Die Aktionen der Gäste beschränkten sich nun vornehmlich auf Konter, dabei hatten sie auch noch den frühen Ausfall ihres Kontingentspielers Jan Nemec zu verkraften. Der 2:2-Ausgleich fiel deshalb wie aus heiterem Himmel, beeindruckte die Gastgeber aber keineswegs.

Die Uhr lief gerade einmal zehn Sekunden weiter, da ging der ERSC erneut durch Söllner in Führung - und die Löwen setzten diesmal entscheidend nach. Die Zuschauer bekamen zwei weitere Treffer aus der Rubrik "absolut sehenswert" präsentiert. Das 4:2 war eine Einzelaktion von Nelly Pruett, der in Unterzahl die Regener Defensive düpierte, und nur kurz darauf hämmerte Boris Flamik die Scheibe zum 5:2 in den Torwinkel. Damit war anhand der drückenden Überlegenheit der Löwen die Messe praktisch schon gelesen.

Mit Glück und Geschick

Auch im Schlussdrittel hieß es "ERSC Amberg gegen Markus Feiner". Der hatte alle Mühe, den Überblick zu behalten, bei dem ständigen Verkehr vor seinem Gehäuse. Er sorgte aber mit Glück und Geschick dafür, dass es nicht zweistellig wurde. Machtlos war er allerdings beim sechsten Gegentreffer, schulbuchmäßig herausgespielt vom Torschützen Dominik Farnbauer im Duett mit Daniel Krieger. Und auch das 7:2 durch Sebastian Aukofer war nicht zu vermeiden.

Damit war dann allerdings auch schon die Torejagd der Löwen eingestellt, während Regen durch Hofmeister noch etwas Ergebnis-Makeup auflegen konnte.
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