Dem Jubel folgt die Ernüchterung

Dem Eishockey-Landesligisten ERSC Amberg glückt die Revanche für die Auftaktniederlage nicht. Beim ERV Schweinfurt verlieren die Löwen mit 3:6, dabei führten sie schon 3:0. Dann kamen aber verhängnisvolle 20 Sekunden.

Nach vier Siegen in Folge hat es den ERSC Amberg am Sonntag wieder erwischt, obwohl es am Anfang überhaupt nicht danach ausgesehen hatte. Das Team von Trainer Stefan Ponitz überrannnte die Gastgeber regelrecht, war in allen Belangen überlegen und schnürte die Schweinfurter in deren Verteidigungsdrittel ein.

Daniel Krieger, Boris Flamik und Sebastian Aukofer schossen zum Jubel der knapp 80 mitgereisten Fans einen 3:0-Vorsprung heraus, hatten dann die Gelegenheit, in doppelter Überzahl diesen auszubauen. Das wurde leichtfertig vergeben und die Quittung folgte durch zwei äußerst kuriose Treffer: Dem 1:3 ging ein harmloser Schuss voraus, der mehrmals abgefälscht im Tor landete. Beim 2:3 nur 20 Sekunden später landeten Krieger und der Schweinfurter Amrhein zusammen mit ERSC-Torhüter Markus Buser und der Scheibe im Gehäuse - und die Unparteiischen ließen zur Überraschung den Treffer gelten. Die Gastgeber kamen durch den Rückenwind der beiden Glückstreffer mit Macht aus der Drittelpause und drängten einen völlig eingeschüchterten ERSC in die Defensive. Logische Folge war der Ausgleich. Beim 4:3 durch den Dreifach-Torschützen Michele Amrhein stand beinahe die gesamte Amberger Fünf tatenlos Spalier. Nach zwei diskussionswürdigen Strafen gegen den ERSC ließ Schweinfurt dann in doppelter Überzahl den fünften Treffer folgen.

Auch im Schlussdrittel wurde es aus Gästesicht nicht wesentlich besser. Der ERSC verstrickte sich in Einzelaktionen, Schweinfurt stand hinten stabil und setzte auf Konter. Mit einem weiteren Powerplaytreffer markierten die Dogs dann vier Minuten vor dem Ende den verdienten Schlusspunkt.
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