Dem Patienten verpflichtet

Eine ungewöhnliche Skulptur ist entstanden. Krankenpflegeschüler haben sie gemeinsam erschaffen. Sie soll darauf hinweisen, wie wichtig es ist, sich darüber Gedanken zu machen, welche Aspekte für gute, fachgerechte und zielgerichtete Pflege notwendig sind.

Was bedeuten Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität für die Schüler des ersten Ausbildungsjahres der Berufsfachschulen für Kranken- und Kinderkrankenpflege des Klinikums St. Marien?

Und: Wie erleben sie diese in ihrer täglichen Arbeit auf den Stationen des Klinikums? Antworten auf diese Fragen haben die Schüler anlässlich des 20. "Geburtstages" der berufsethischen Grundsätze der Schwesternschaft des Deutschen Roten Kreuzes in einem ganz besonderen Projekt jetzt selbst geliefert - und zwar in Form von Kunstwerken, die ihr Verständnis von Pflege vermitteln sollen.

Gemeinsam mit ihren Lehrern gestalteten die Gesundheits- und Krankenpflegeschüler die Kunstwerke aus den unterschiedlichsten Materialien. Die Werke aus Ton, Gips oder einfach nur aus Symbolen, wie beispielsweise einer Waage, wurden auf sieben Säulen gestellt und anschließend präsentiert.

Passend zu den jeweiligen künstlerischen Arbeiten führten die Schüler bei der Präsentation Rollspiele auf, erzählten selbstgeschriebene Märchen oder schilderten einfach Beispiele aus dem Pflegealltag auf den Stationen.

"Wir legen sehr großen Wert darauf, unseren Schülern ihre ethische Verpflichtung gegenüber unseren Patienten von Beginn der Ausbildung an immer wieder zu verdeutlichen", erklärte die Schulleiterin Claudia Staudinger. "Konkrete Beispiele aus der beruflichen Praxis veranschaulichen das am Besten. Deshalb verwirklichen wir mit unseren Schülern solche Projekte."

So könne gewährleistet werden, dass die gute pflegerische Versorgung auch da ankommt, wo es Sinn macht - bei den Patienten, die sich in der besonderen Situation der Krankheit voll und ganz auf das Pflegepersonal verlassen müssen, so Claudia Staudinger weiter.

Das Kunstwerk der Berufsfachschüler steht derzeit im Schwesternschaft-Wallmenich-Haus in Amberg und wird später auch im Klinikum St. Marien ausgestellt.
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