Der direkte Vergleich zählt

Der TSV Erbendorf (gelb), der erst in der Relegation scheiterte, und der FC Weiden-Ost (weiß), der als dritter ins Ziel kam, gehören auch in der neuen Saison wieder zu den Anwärtern auf einen Platz ganz vorne in der Kreisliga Nord. Bild: A. Schwarzmeier

Fünf Tage nach dem letzten Relegationsspiel der Saison 2014/15 steht die Ligeneinteilung für die kommende Spielrunde des Fußballkreises Amberg/Weiden fest. Nachdem es in den vergangenen Jahren oft ein Hickhack gab aufgrund der Gruppenzuweisung, sagt Kreisspielleiter Albert Kellner nach dem ganzen Prozedere nur eins: "Gottseidank".

Im Norden keinerlei Probleme, im Süden auch nicht: "Das ging heuer schnell über die Bühne, die wenigen Differenzen waren schnell ausgeräumt. Ich musste dieses Mal keine Mannschaft aus dem Norden in den Süden schicken", erklärte Kellner.

Bis auf die Kreisliga Süd spielen alle anderen Klassen mit je 14 Mannschaften. Im Süden sind es 15, deswegen wird es am Ende der Saison hier auch drei Absteiger geben, in der Nordgruppe zwei wie auch in den drei Kreisklassen. Aus den A-Klassen steigt wie bisher nur jeweils eine Mannschaft ab. Ein Novum steht für die beiden Kreisligen an: "Wie werden den direkten Vergleich einführen, was Auf- und Abstieg betrifft. Es gibt damit keine Entscheidungsspiele mehr, nur noch eines: Das um den besten Zweiten der Kreisliga Nord und Süd", sagte Kellner. Das sei beschlossen, außer der Bezirksspielausschuss werde ein Veto einlegen. Es könnte auch sein, so Kellner, dass die Regelung des direkten Vergleiches auch für die weiteren Ligen kommen könne. Das sei aber noch offen.

Die beiden Kreisliga-Zwölften gehen in die Relegation, ebenso wie die der Kreisklassen. In den A-Klassen sind es die jeweils Vorletzten. An der Aufstiegsrelegation nehmen wie gehabt alle Zweitplatzierten teil. Ein Überhang bestand in der Kreisklasse West, weswegen Kellner den FC Weiden-Ost II und die SpVgg Pirk in die Kreisklasse Süd eingruppierte. "Die beiden haben sich dankenswerter Weise bereit erklärt zu wechseln", erklärte der Kreisspielleiter.

Sowohl in den Kreisklassen als auch in den A-Klassen tauchen immer mehr Reserven auf - was die Einteilung erschwere. "Aber auf der anderen Seite müssen wir froh sein, dass wir noch so viele Mannschaften haben", sagt Kellner. In die A-Süd wechselte der TuS Schnaittenbach - nachdem es in der abgelaufenen Saison in der Nord-Gruppe mit dem Aufstieg nicht geklappt hatte.

Schnaittenbach ist eine von zwei ersten Mannschaften, die hier spielt, Nummer zwei ist der TuS Hohenburg, der den Sprung aus der B-Klasse wieder nach oben geschafft hat. In der Nord-Gruppe sind fünf Reserven vertreten.

Obwohl die Zahl der Mannschaften von 53 auf 55 steigt, wird es in der Saison 2015/16 nur vier statt fünf B-Klassen geben. "Wir hatten am Schluss in den kleinen Ligen überhaupt keinen geordneten Spielbetrieb mehr", erklärt Kellner. "Wir müssen da an die acht ersten Mannschaften denken, die B-Klasse spielen. Die brauchen auch eine gewisse Zahl von Heimspielen, um auch finanziell überleben zu können."
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