Der Heimvorteil als Nachteil

Allzu große Erwartungen hat der TuS Kastl vor dem Gemeindederby gegen die DJK Utzenhofen nicht. Die Vorbereitung war eher durchwachsen, personell zwickt es immer noch - und das Spiel ist auf eigenem Platz.

(frü) Würde der TuS Kastl nur auswärts spielen, er könnte wohl schon langsam die Meisterfeier planen. 23 seiner insgesamt 35 Punkte holte der Tabellenzweite der Fußball-Kreisliga Süd auf fremden Plätzen. In der Heimtabelle belegt er lediglich Rang sieben. Zu Hause stark ist der SV Schmidmühlen. Er erwartet am 18. Spieltag den TuS Rosenberg - und möchte für die zweite Saisonniederlage des Spitzenreiters sorgen. Auf das Gesetz der Serie hofft der SV Freudenberg, der traditionell gut aus der Winterpause kommt. Leidtragender wäre diesmal er FC Edelsfeld.

Am Freitag abgesagt wurde die Partie des FC Luhe-Markt gegen den SSV Paulsdorf.

TuS Kastl       DJK Utzenhofen
(hon) Für Spieler, Fans und Verantwortliche ist das Gemeindeduell einer der Höhepunkt in der Saison. Die Gäste um Spielertrainer Yilmaz Topcu rangieren fünf Punkte hinter dem Zweitplatzierten TuS Kastl auf Tabellenrang vier. Bei Utzenhofen kehrt nach längerer Verletzung Tobias Schwarzfischer wieder zurück in die Mannschaft. Dagegen muss der Trainer auf den jungen Angreifer Michael Geitner wegen Krankheit verzichten. Die Gäste sind heiß auf das Derby und werden alles daran setzen, den Nachbarn zu besiegen und sich somit für die Heimniederlage zu revanchieren. Zudem würde die DJK mit einem Sieg im Rennen um den Relegationsplatz bleiben. Beim TuS Kastl sind die Erwartungen nach den durchwachsenen Ergebnissen der Vorbereitung, den personellen Sorgen und der bekannten Heimschwäche nicht allzu hoch. In den Testpartien musste TuS-Spielertrainer Thomas Mayer die Mannschaft oft umbauen und immer wieder Akteure der zweiten und dritten Garde aufbieten. Diese Umstellungen waren nötig, um überhaupt eine Mannschaft auf den Platz zu bekommen. Für das Derby hoffen die Kastler auf ein bisschen Glück, um zumindest einen Punkt zu holen und den Anschluss an die Tabellenspitze zu halten.

Germania Amberg       TSG Weiherhammer
(tre) Zum Auftakt nach der Winterpause empfangen die Germanen den Tabellenletzten Weiherhammer, der mit schon neun Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz abgeschlagen scheint, sich aber noch längst nicht aufgegeben hat. Die größten Probleme der Gäste scheinen im Angriff zu liegen. Mit nur 17 erzielten Toren rangiert die TSG hier weit hinter der Konkurrenz. Aber es gelingen auch immer wieder positive Überraschungen, wie der Auswärtssieg bei der DJK Ursensollen kurz vor der Winterpause. Eine Warnung sollte den Hausherren auch das Ergebnis des Hinspiels sein, als sie nicht über ein 2:2-Unentschieden hinauskamen.

Von den Ergebnissen her können die Amberger mit der Vorbereitung zufrieden sein, wo genau sie stehen, wird sich aber erst in den Spielen der Punkterunde zeigen. Trainer Thomas Ficarra kann bis auf den Langzeitverletzten Julian Stiegler auf sein gesamtes Personal zurückgreifen und die Mannschaft tut gut daran, gleich mit dem nötigen Elan und Ernst an die Angelegenheit heranzugehen. Der derzeitige achte Rang ist trügerisch, denn bis zum Relegationsplatz sind es nur drei Punkte. Ein ausreichender Grund, am Ostermontag mit dem Punktesammeln zu beginnen.

DJK Ursensollen       SV Loderhof
(mdl) Gleich die erste Begegnung nach der Winterpause ist eine richtungsweisende für die DJK Ursensollen - und eine unangenehme noch dazu. Denn mit dem SV Loderhof/Sulzbach kommt eine Mannschaft auf den Rängberg, die nur schwer einzuschätzen ist. Ziel der Heimelf ist es dennoch, gleich in den ersten Partien der Rest-Rückrunde die noch notwendigen Punkte einzufahren, um den Abstand auf die hintere Tabellenregion beizubehalten und sich aller Abstiegssorgen zu entledigen. Ein Vorhaben, dass sicherlich auch die Waninger-Elf verfolgen dürfte, denn mit 21 Punkten liegen die Gäste nur drei Zähler vor dem Relegationsrang. Ursensollen ist auf alle Fälle gewarnt, denn in der Hinrundenpartie überzeugten die Loderhofer in kämpferischer Hinsicht, holten einen 0:2-Rückstand auf und hätten durchaus auch den Siegtreffer erzielen können, ehe Abel mit einem Treffer kurz vor Schluss doch noch den Auswärtserfolg perfekt machte.

Auch aufgrund der personellen Situation wird die Aufgabe für die DJK sicher nicht einfach, denn Trainer Stefan Steinl muss neben dem berufsbedingten Ausfall von Oli Scherm auch auf Markus Huf verzichten, der mit einem Fußbruch voraussichtlich für den Rest der Saison ausfällt.

SV Schmidmühlen       TuS Rosenberg
(fop) Im Auftaktspiel nach der Winterpause treffen die Mannen von SV-Trainer Marco Eckstein gleich auf den Spitzenreiter. Die Rosenberger mussten sich in dieser Saison lediglich einmal geschlagen geben. Dies will der SV Schmidmühlen ändern. Der ist heimstark, gewann sechs seiner neun Spiele auf eigenem Platz. In der Hinrunde unterlag die Eckstein-Elf mit1:2, spielte allerdings nach einer Roten Karte gegen Thomas Weiß in der zweiten Hälfte nur mit zehn Mann. Die Vorbereitung beim Gastgeber war sehr durchwachsen. Zuletzt merkte man doch sehr, dass viel für die Kondition gemacht wurde. Am Ostermontag sollten jedoch alle Spieler bei einhundert Prozent angekommen sein. Max Spies hat noch Trainingsrückstand und hinter dem Einsatz von Hannes Shihada steht ein Fragezeichen.

SV Freudenberg       FC Edelsfeld
(nß) Mit dem Heimspiel gegen den Tabellenzehnten aus Edelsfeld geht es für den SV nach der langen Winterpause in die restlichen neun Saisonspiele. Traditionsgemäß kommt Freudenberg nach dem Winter immer gut aus den Startlöchern und hofft natürlich auf eine Fortsetzung dieser Serie. Es bleibt aber angesichts der durchwachsenen Vorbereitung abzuwarten, ob es auch so kommen wird. Die Ergebnisse waren dabei zweitrangig. Viel schwerwiegender ist, dass wichtige Leistungsträger einige der Spiele wegen Verletzung nicht mitmachen konnten (Michael und Matthias Schlegl, Pongratz, Greß, Bosser, Daucher) - und ihr Einsatz auch gegen Edelsfeld fraglich ist. Matthias Schlegl und Kilian Pongratz fallen für den Rest der Saison aus, bei den anderen entscheidet sich der Einsatz kurzfristig. Der Gastgeber möchte aber an der Tabellenspitze dranbleiben und wird deshalb alles versuchen, den Hinspielerfolg zu wiederholen. Doch auch die Gäste benötigen jeden Punkt, um der drohenden Relegation zu entgehen. Von daher sind die Voraussetzungen für eine spannende Partie gegeben (Vorspiel Reserven um 13.15 Uhr).

SVL Traßlberg       Inter Bergsteig Amberg
(ild) Vom Aprilwetter lässt sich die Elf um Traßlbergs Spielertrainer Ilker Caliskan die Stimmung nicht vermiesen. "Jeder Spieler ist heiß drauf", sagt Kapitän Dominik Mikalauskas vor der Partie am Karsamstag, 4. April (16 Uhr in der Vilsarena), gegen den SV Inter Bergsteig. Gegen den habe man nach dem 1:2 aus der Hinrunde sowieso noch etwas gutzumachen, erinnert sich Mikalauskas. Die Heimmannschaft belegt mit 26 Punkten den siebten Platz, die Gäste liegen mit 18 Zählern auf Rang zwölf. Zwar darf man keinen Gegner unterschätzen, die Traßlberger sind jedoch optimistisch: "Die Vorbereitung lief gut. Das wichtigste ist, dass wir keine Verletzungen beklagen müssen", so Mikalauskas. Nur Thomas Behrend wird das Duell am Samstag als Zuschauer verfolgen. Er ist wegen einer Roten Karte gesperrt.
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