Der Herbst sägt an den Nerven
Glosse

Der Nebel und die frischen Temperaturen morgens sind ein untrügliches Zeichen: Der Herbst ist da. Aber gut. Hat ja auch was, wenn die September-Sonne die ersten bunten Blätter zum Leuchten bringt. Wäre da nicht der Hausmeister-Dienstleister von nebenan. Er betreut einen Wohnblock. Und hat zum Herbstbeginn angefangen, die dortige Hecke zu schneiden. Eine ziemlich lange Hecke. Und der Mann geht akribisch vor. Mit einer elektrischen Heckenschere. Die heißt aber nur so. In Wahrheit ist sie eine Nervensäge.

Seit gefühlt vier Tagen quält sie die Nachbarn, die nebenan im Büro arbeiten. Unbarmherzig. Die Technik des Gartlers verschärft die Tortur noch: Er lässt das Ding drei Sekunden laufen, dann stoppt er für fünf Sekunden. Drei Sekunden dieses elend nörgelnde, elektrische "wääääääääääääh", dann fünf Sekunden Stille - so klingt der Herbst in der Stadt. Stundenlang. Tagelang.

Und wie's immer so ist, wenn ein Geräusch nervt: Man wartet schon auf den nächsten Ton. Und empfindet ihn dann als noch schlimmer, als er ist. Da wünscht man sich glatt die gute, alte Zeit zurück. Damals, als so ein Heckenschnitt noch echte - geräuschlose - Handarbeit war. Sogar das Gegenteil wäre wahrscheinlich besser: Die Brachialmethode mit Zweitakter-Motor. Einer, der's drauf hat, erledigt die Sache damit an einem Vormittag. Und lässt die Nachbarn danach wieder in Ruhe arbeiten.

Apropos Ruhe: Jetzt herrscht sie wieder nebenan. Der Filigran-Schnipsler, der jedes Zweiglein einzeln elektrisch aus der Hecke herausoperiert hat, scheint endlich fertig zu sein. Hallelujah! Doch schon dräut das nächste akustische Desaster: Die Bäume hinter der Hecke färben sich schon gefährlich herbstlich. Da wird wohl der Laubsauger nicht lange auf sich warten lassen.



Polizeibericht Hilfreicher Zeuge soll sich melden

Amberg.(eik) Er hat auf dem Gelände der Lebenshilfe am Haager Weg am Freitag gegen 9.30 Uhr eine Laterne angeschrammt - und fuhr dann einfach weiter. Pech für den Mann: Ein Zeuge hat ihn beobachtet und der Lebenshilfe sein Auto-Kennzeichen gemeldet. So konnte die Polizei den Opel-Fahrer (54) schnell ermitteln. Allerdings sind ihr die Personalien des Zeugen nicht bekannt, weshalb sie diesen bittet, sich bei ihr zu melden (Tel. 89 00) .
Weitere Beiträge zu den Themen: September 2014 (8409)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.