Der Meister bei seinem Vize - FC Amberg empfängt die Viktoria aus Unterfranken - Gastgeber voll ...
Finale gegen Aschaffenburg

Am letzten Spieltag vor der Winterpause empfängt der FC Amberg am Samstag, 28. November, um 14 Uhr den Mitaufsteiger SV Viktoria Aschaffenburg. Mit einem Sieg gegen die Unterfranken könnte der FC Amberg nicht nur das äußerst erfolgreiche Jahr krönen, sondern auch den Abstand zum Tabellenkeller ausbauen. Die Aschaffenburger ihrerseits wollen mit einem gelungenen Jahresabschluss einen Schritt aus dem Keller machen. Derzeit steht die Viktoria mit 20 Punkten auf Rang 15. Weil es nicht so lief, wie man sich das vorgestellt hatte, zogen die Verantwortlichen in Aschaffenburg nach dem 15. Spieltag die Reißlinie und trennten sich von Aufstiegstrainer Slobodan Komljenovic. Seit fünf Spielen führt seitdem mit Rudi Bommer ein bundesligaerfahrener Trainer (unter anderem 1860 München, Duisburg oder Cottbus) Regie beim letztjährigen Bayernligameister. Nach zwei Niederlagen zu Beginn gegen Unterhaching und Ingolstadt erlebte die Viktoria unter Bommer ihre bisherige Sternstunde der Saison beim 4:0-Sieg gegen den Jahn Regensburg.

Es folgten zwei Unentschieden gegen Schweinfurt und Augsburg II - eigentlich zu wenig Punkte für Aschaffenburg, gerade weil es ja gegen andere Kellerkinder ging. Hier zeigte sich dann auch eines der Hauptprobleme: Es hapert in der Defensive beim Team. 39 Tore kassierte man in der laufenden Saison bereits - der drittschwächste Wert der gesamten Liga. Dazu kommt die Auswärtsschwäche: Aus zehn Partien in der Fremde holte man erst sechs Punkte und kassierte in diesen Spielen bereits 23 Gegentreffer. Vergleicht man also die beiden Aufsteiger aus der Bayernliga Nord, hat der FC Amberg klar die Nase vorn.

Das Team von Trainer Timo Rost steht auf Platz 8, hat 25 Punkte und ist damit voll im Soll. Doch langsam merkt man auch beim FC, dass das Jahr 2015 seine Spuren hinterlassen hat. Die Partie gegen Aschaffenburg ist das 40. Pflichtspiel in diesem Kalenderjahr, die Winterpause darf deshalb ruhig kommen. "Wir fahren auf Reserve, aber das ist verständlich", so Rost. Am Ende dieser letzten 90 Minuten des Jahres soll aber ein Dreier stehen: "Wir werden noch einmal alle Kräfte mobilisieren, auch wenn es schwer wird. Die Spieler haben den Charakter dafür und werden alles abrufen. Wir wollen gewinnen und uns damit auch bei den Fans bedanken, die uns in diesem Jahr unglaublich unterstützt haben", gibt Ambergs Trainer die Richtung vor.

"Kleines Finalspiel"

Den warnenden Zeigefinger gibt es dann aber doch noch. Denn seit Rudi Bommer in Aschaffenburg Regie führt, sei die Mannschaft im Aufwind. Der Druck liege aber dennoch mehr bei den Gästen: "Für Aschaffenburg ist das schon ein kleines Finalspiel, die müssen eigentlich punkten, um den Abstand zu verkleinern", prophezeit Rost. In den letzten 90 Minuten des Jahres muss er auf Thomas Schneider (Gelbsperre) verzichten, hinter den Einsätzen von Kai Hempel (Rückenprobleme) und André Karzmarczyk stehen noch Fragezeichen.
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