Der Nächste auf dem Schleudersitz

Die DJK Ursensollen (rote Trikots, vorne rechts Sebastian Keith) verpasste durch die Niederlage gegen die DJK Utzenhofen (vorne links Johannes Prüfling) den Sprung an die Tabellenspitze. Bild: brü

Das Vergnügen ist nur kurz: Fünf Tage lang ist der SV Inter Bergsteig Tabellenführer der Kreisliga Süd. Nachfolger SV Raigering gerademal zwei. Jetzt thront der TuS Kastl an der Spitze. Ganz andere Sorgen hat hingegen der SV Loderhof/Sulzbach, der kurz vor dem Abpfiff einen weiteren Nackenschlag bekommt.

(frü) Sekunden fehlten dem Schlusslicht zum ersten Sieg: Bis in die Nachspielzeit hinein führte der SV Loderhof/Sulzbach beim TuS/WE Hirschau mit 2:1 - und kassierte doch noch den Ausgleich. Der erste Punkt in dieser Saison war nur ein schwacher Trost. Ebenfalls nur einen Zähler hat der TuS Rosenberg: Der amtierende Vizemeister unterlag Aufsteiger ASV Haselmühl klar mit 0:4. Der zweite Neuling, TSV Königstein, überraschte am sechsten Spieltag der Kreisliga Süd mit einem 2:1-Erfolg gegen den SV Inter Bergsteig Amberg, der durch seine erste Niederlage in dieser Saison auf Rang sechs zurückfiel.

Ohne Niederlage sind nun noch vier Mannschaften: Der SV Raigering (2:1-Sieg am Freitag in Paulsdorf), der SC Germania Amberg, der durch zwei späte Treffer den SV Schmidmühlen besiegte, der TuS/WE Hirschau und die DJK Utzenhofen. Die schockte eine überlegene DJK Ursensollen ebenfalls durch zwei Tore in der Schlussphase und kletterte von Rang zehn auf Platz sieben.

FC Edelsfeld       0:2 (0:1)       TuS Kastl
Tore: 0:1 (18.) Jonas Weigert, 0:2 (73.) Michael Geitner - SR: Thomas Masel (Heinersreuth) - Zuschauer: 200.

(bkn) Edelsfeld begann forsch und versuchte von Beginn an die Gäste unter Druck zu setzen. Nach einer Viertelstunde löste auch Kastl die Handbremse und setzte mit einem Lattenschuss ein erstes Ausrufezeichen. Nur wenige Minuten später narrte Jonas Weigert die gesamte Edelsfelder Hintermannschaft und traf zur Führung. Die Gastgeber zeigten sich unbeeindruckt und spielten weiter nach vorne, doch der verdiente Ausgleich wollte einfach nicht fallen.

Auch nach der Pause blieb der FCE am Drücker, doch bei den Chancen fehlten entweder die berühmten Zentimeter, oder wurden vom guten Gästetorwart Oliver Harsch vereitelt. Der TuS beschränkte sich in dieser Phase des Spiels auf die Verteidigung des Vorsprung und lauerte auf Konter. In der 73. Minute kam, was kommen musste: Edelsfeld wurde eiskalt für seine Abschlussschwäche bestraft, als Michael Geitner einen Gegenangriff erfolgreich abschloss. Bei der Heimmannschaft machte sich nun zunehmend Resignation breit und fand bis zum Schlusspfiff keine Mittel mehr, den Gegner in ernsthafte Bedrängnis zu bringen.

TSV Königstein       2:1 (1:1)       Inter Bergsteig
Tore: 1:0 (31.) Bernd Holzwarth, 1:1 (45.) Jiri Scheinherr, 2:1 (65.) Christian Ringler - SR: Reinhard Wiesmeth (Vilseck) - Zuschauer: 120.

(jsb) In einer ausgeglichenen Partie hatte Königstein die deutlicheren Torchancen und so ging der Sieg auch absolut in Ordnung. Der erste Mal ernsthaft geprüft wurde Inter-Torwart Mulac bereits in der 5. Minute, als er einen Freistoß von Ringler gut parierte. Es folgte eine Phase, in der die Heimmannschaft verunsichert wirkte, sich leichte Ballverluste leistete und den Gästen eine Reihe von Chancen ermöglichte. Bei der besten klärte TSV-Verteidiger Stefan Pirner für den bereits geschlagenen Torhüter auf der Linie. Nach einer guten halben Stunde kam Königstein wieder besser ins Spiel. Holzwarths Kopfball landete noch am Außenpfosten, der Königsteiner Sechser machte es jedoch kurz darauf besser, als er einen Pass von Scheidler zum 1:0 verwertete. Die Gäste ließen sich durch den Gegentreffer aber nicht verunsichern und kamen noch vor der Pause zum verdienten Ausgleich: Scheinherr zog aus 20 Metern ab und überwand TSV-Schlussmann Florian Hölzl.

Beide Teams agierten weitgehend auf Augenhöhe, das Spiel war jedoch auch durch viele kleinere Fouls geprägt. Der Siegtreffer fiel dann durch einen Freistoß von Ringler, der den Ball aus rund 25 Metern an der Mauer vorbei ins rechte untere Eck versenkte. Die Amberger hatten nun nicht mehr viel entgegenzusetzen und die Heimmannschaft spielte ihre wenigen Konter nicht gut zu Ende.

SV Schmidmühlen       0:2 (0:0)       Germania Amberg
Tore: 0:1/0:2 (83./89.) Thomas Ficarra - SR:Dieter Haller -Zuschauer: 120.

(hfz) In einer Begegnung, in der es lange nach einem torlosen Unentschieden aussah, sicherten sich die Germanen in der Schlussphase ihren Auswärtssieg. Die Tore erzielte Spielertrainer Thomas Ficarra in der 83. und 89. Minute. Zuvor hatten die Schmidmühlener die zwingenderen Chancen. So ging in der 73. Minute aus drei Meter Entfernung ein Schuss von Fluker nur an die Latte. Kurz vor dem 0:1 in der 80. Minute kämpfte sich Spies auf der linken Seite bravourös durch, wurde jedoch vor dem Tor noch vom Ball getrennt. Alles in allem gesehen hätten sich die Gastgeber ein Unentschieden verdient gehabt. Aber wer keine Tore schießt, der bleibt auf der Strecke.

TuS/WE Hirschau       2:2 (0:1)       SV Loderhof
Tore: 0:1 (13.) Fabian Wiesmeth, 1:1 (66.) Michael Pienz, 1:2 (78.) Vezir Krasniqi, 2:2 (90.+2) Lukas Schärtl - SR: Natalie Kink (SV Störnstein) - Zuschauer: 200.

(cgh) Ein 2:2 scheint langsam das Standardresultat des TuS/WE Hirschau zu werden. Zum vierten Mal spielte der Aufsteiger in dieser Saison unentschieden - zum vierten Mal mit demselben Ergebnis. Von Beginn an übernahmen die Hausherren das Kommando und spielten auf den Führungstreffer. Nach 13 Minuten allerdings die kalte Dusche: Nach einer Ecke brachten die Hirschauer den Ball nicht aus der Gefahrenzone - und es stand 0:1. Die Gastgeber behielten die Nerven und spielten weiter nach vorne, doch Michael Pienz und Lukas Schärtl (18.) sowie Raphael Hirmer (22.) scheiterten an SV-Torhüter Martin Madeiski. Zudem hatten die Gäste großes Glück, dass Schiedsrichterin Natalie Kink nach 35 Minuten nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte, als Michael Pienz im Sechzehner nur per Foul zu stoppen war.

Auch im zweiten Abschnitt beteiligte sich der Gast aus Loderhof in keinster Weise am Spiel und war nur auf Torsicherung bedacht. Der TuS/WE verstärkte seine Bemühungen, hatte aber weiterhin das Visier falsch eingestellt. Michael Pienz (48./66.) und Florian Stegmann (54.) hatten beste Chancen, Alexander Held setzte einen schönen 20-Meter-Schuss nur an den Querbalken. Den erlösenden Ausgleich erzielte dann Michael Pienz nach Zuspiel von Phillip Falk. Doch statt auf die Führung zu drängen, war die Heimelf nun verunsichert. Die Quittung war das 1:2 durch Vezir Krasniqi in der 78. Minute. In der turbulenten Schlussphase gelang der Gottfried-Truppe dann doch noch der Ausgleich durch einen abgefälschten Schuss von Lukas Schärtl, letztendlich aber hatten sich die Hirschauer doch deutlich mehr gegen das Schlusslicht erhofft.

DJK Ursensollen       0:2 (0:0)       DJK Utzenhofen
Tore: 0:1 (81.) Christian Lang, 0:2 (90.) Daniel Geitner - SR: Gerd Lamatsch - Zuschauer: 160.

(mdl) Von Beginn entwickelte sich ein munteres Spiel, in dem beide Mannschaften ihr Heil in der Offensive suchten. Die heimische DJK war dabei die aktivere Mannschaft und kombinierte gut nach vorne. Bereits in der Anfangsviertelstunde hätte Ursensollen für die Vorentscheidung sorgen können - eigentlich müssen. Jiri Abel scheiterte zweimal freistehend vor dem Tor, ein Schuss von Keith wurde auf der Linie geklärt. Die nächste Großchance durch Keith vereitelte Ludwig mit einer Glanzparade und die vermeintliche Führung durch Eichermüller wurde vom Schiedsrichter nach einer zweifelhaften Abseitsentscheidung zurückgepfiffen. Erst danach konnte sich Utzenhofen etwas befreien und kam durch Geitner fast zur Führung. Es folgte nun ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten, wobei die Heimelf weiter spielbestimmend war.

Nach dem Seitenwechsel ging der Spielfluss etwas verloren und die Gangart wurde härter. Viele Zweikämpfe im Mittelfeld prägten nun die Partie. Ursensollen war weiter überlegen, allerdings zu ungenau vor dem Tor. Von den Gästen war in der zweiten Hälfte kaum noch etwas zu sehen. Umso überraschender dann die Führung aus dem Nichts für Utzenhofen, als Lang einen weiten Flankenball über den herauseilenden DJK-Schlussmann Eger ins Tor lupfte. Nachdem der Spielverlauf nun komplett auf den Kopf gestellt war, erzielte Geitner in der Schlussminute nach einem Konter den 0:2-Endstand gegen eine nun wütend anrennende Heimelf.

TuS Rosenberg       0:4 (0:2)       ASV Haselmühl
Tore: 0:1 (18.) Matthias Schmidt, 0:2 (27.) Philipp Paintner, 0:3/0:4 (57. Foulelfmeter/86.) Matthias Schmidt - SR:Kai Thiele - Zuschauer: 85.

(kok) Wieder wurde es nichts mit dem ersten Dreier für Rosenberg. Wie so oft in dieser Saison wurden einfache Fehler des TuS gnadenlos ausgenutzt, so dass Haselmühl, ohne überlegen gewesen zu sein, nach Treffern von Schmidt (18.) und Paintner (27.) zur Pause mit 2:0 führte. Zwischenzeitlich hatte der agile Geitner den Anschlusstreffer auf dem Fuß, doch sein Schuss sprang von der Latte nur auf die Linie.

Nach der Pause hatte Rosenberg mehr Ballbesitz, doch Haselmühl verteidigte geschickt. Die wenigen Chancen vergaben die Gastgeber kläglich. Anders die Haselmühler: Schmidt per Elfmeter (57.) und nach einem Konter (86.) sorgte schließlich für den 0:4-Endstand.
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