Der Stachel sitzt tief

Mit einem 1:0-Sieg im Relegationsspiel gegen den SV Altenstadt/WN (Bild) machte der FC Edelsfeld (links Mark van den Assem) den Klassenerhalt in der Kreisliga Süd perfekt, ist in der neuen Saison nach drei Spieltagen aber schon wieder hinten drin. Saisonsieg Nummer eins ist heute eigentlich Pflicht, Gegner ist der mit null Punkten und 2:21 katastrophal gestartete SV Loderhof/Sulzbach. Bild: Ziegler

Unter-der-Woche-Termin für die Mannschaften in der Fußball-Kreisliga Süd: Am vierten Spieltag steigt in Paulsdorf das Duell Erster gegen Dritter, in Edelsfeld stehen sich die beiden Tabellenletzten gegenüber. Dabei hat die Elf vom Hahnenkamm mit den Gästen noch ein Hühnchen zu rupfen.

(frü) Am vorletzten Spieltag der vergangenen Saison gewann der SV Loderhof am Edelsfelder Hahnenkamm mit 1:0 - es war der entscheidende Sieg für den Klassenerhalt, während die Mannschaft von FC-Trainer Alexander Heldrich in die Relegation musste.

TuS Kastl       SV Raigering
(hon) Beide Mannschaften standen sich zuletzt vor zwei Jahren in der Bezirksliga gegenüber und sind durchwachsen in die aktuelle Saison gestartet. Mit jeweils vier Punkten rangieren beide im Mittelfeld, allerdings haben die Raigeringer ein Spiel weniger bestritten. Die Heimelf muss auf alle Fälle versuchen, aus einer geordneten Defensive mit schnellem Umschaltspiel wie gegen Germania Amberg zu agieren und die groben Fehler im Spielaufbau wie zu Saisonbeginn gegen Bergsteig Amberg zu vermeiden. Welche Startelf TuS-Spielertrainer Thomas Mayer aufs Feld schicken wird, entscheidet sich kurzfristig, durch Verletzungen und Urlaub wird es aber einige Umstellungen geben. Die Gäste um den neuen Trainer Martin Kratzer werden versuchen, an die Leistung des 4:0-Erfolges gegen Ursensollen anzuknüpfen.

TuS/WE Hirschau       SVL Traßlberg
(cgh) Der SVL Traßlberg kam bislang noch so recht aus den Startlöchern: Den beiden Heimniederlagen gegen Paulsdorf und Schmidmühlen steht einzig der klare Auswärtssieg in Edelsfeld gegenüber. Um hier wieder einigermaßen in ruhigere Gefilde zu kommen, muss die Elf von Trainer Ilker Caliskan in Ehenfeld punkten. Ein Wiedersehen gibt es mit Lucas Bellmann, der seit der vergangenen Saison seine Stiefel in Traßlberg schnürt. Der Abwehrmann spielte in der Saison 2013/14 bei der DJK Ehenfeld. TuS/WE-Trainer Jörg Gottfried blickt zufrieden auf den Saisonstart zurück. Aus den beiden schweren Auswärtspartien in Rosenberg und Utzenhofen wurde jeweils ein Zähler mitgenommen, dazu kam der Heimsieg gegen Haselmühl. Dem TuS/WE tut die Kreisliga-Luft offensichtlich recht gut. Auch gegen den SVL will und kann der TuS/WE punkten, allerdings muss die Heimelf die individuellen Fehler in der Defensive abstellen, denn diese wird die gefährliche Offensive der Gäste sicherlich ausnutzen. Gelingt es den Kaolinern, konzentriert und geduldig an die Sache ranzugehen, winkt Saisonsieg Nummer zwei, mit dem man sich zunächst einmal im vorderen Bereich der Tabelle festsetzen würde. Nicht mehr mithelfen kann Hubert Heckmann, der wegen eines Auslandsstudium bis Jahresende fehlt, Youngster Yunus Sari ist noch im Urlaub. Wieder in den Kader dagegen rückt Simon Falk.

SSV Paulsdorf       Germania Amberg
(ac) Der Spitzenreiter empfängt den Tabellendritten: Die Paulsdorfer kehrten mit dem selben Ergebnis (6:0) wie die Germanen zwei Wochen zuvor vom Gastspiel in Loderhof zurück und erklommen mit diesem Erfolg den Platz an der Sonne. Die Germanen sind der Geheimfavorit der Liga und haben der jungen Truppe von SSV-Trainer Wolfgang Grünwald einiges an Erfahrung voraus. Erschwerend kommt für die Heimelf hinzu, dass urlaubs- und berufsbedingt einige Spieler fehlen. Offen ist auch der Einsatz von Kapitän Peter Schmidl, der schon in Loderhof kurzfristig passen musste. Dem SSV-Trainer steht zwar ein großes Spielerreservoir zur Verfügung, fraglich ist aber, ob Bayer, Fruth, Schedlbauer und Großer gleichwertig ersetzt werden können. So gesehen wäre eine Punkteteilung für die Paulsdorfer als Erfolg anzusehen.

FC Edelsfeld       SV Loderhof
(bkn) Mit einem Sieg am Hahnenkamm sicherte sich der SV Loderhof/Sulzbach zum Ende der vergangenen Saison den direkten Ligaverbleib und schickte Edelsfeld dadurch in die Relegation. Dieser Stachel sitzt bei den Hausherren noch immer tief. Die Chance auf Wiedergutmachung ist durchaus gegeben, denn die Gäste legten mit 2:21 Toren einen Saisonstart zum Vergessen hin. Auch der FCE hat sich bis jetzt noch nicht mit Ruhm bekleckert, aber der Teilerfolg vom vergangenen Spieltag gegen Inter Bergsteig Amberg lässt das Team zuversichtlicher in die Zukunft blicken. Der FCE ist gut beraten, das Schlusslicht nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn zum einen fehlen mit Schmidt und Winkler zwei wichtige Stützen und zum anderen gelten angeschlagene Gegner als unberechenbar.

TSV Königstein       DJK Utzenhofen
(jsb) Die DJK Utzenhofen hat als Saisonziel den Titel ausgegeben und liegt bisher durchaus auf Kurs. Nach drei Spieltagen ist die Mannschaft von Trainer Yilmaz Topcu noch ungeschlagen und belegt mit fünf Punkten den fünften Tabellenplatz. Am Sonntag trennte sich die DJK von Aufsteiger TuS/WE Hirschau 2:2. Der TSV Königstein musste sich im Duell der beiden Aufsteiger aus der Kreisklasse Süd beim ASV Haselmühl mit 1:3 geschlagen geben und hat damit weiterhin drei Punkte auf dem Konto. Ins Heimspiel gegen die DJK gehen die Königsteiner arg dezimiert, da mit Michael Pirner, Andreas Farnbauer und Stefan Pirner drei Spieler im Urlaub sind und Jonas Gebhard (Knie) angeschlagen ist. Der TSV hat zwar eine schwere Hürde zu meistern, baut aber auf seine Heimstärke und wird alles daran setzen, dass die Punkte in Königstein bleiben.

SV Schmidmühlen       Inter Bergsteig
(fop) Die Schmidmühlener haben, wie sich in den vergangenen Jahren zeigte, enorme Probleme mit der ruppigen Gangart des Teams von Spielertrainer Andreas Scheler. Man darf gespannt sein, welche Mannschaft bei den ungeliebten Spielen während der Urlaubs- und Kirchweihzeit die bessere Formation stellen wird. Inter Amberg hatte den etwas besseren Start in die Saison und ist nach drei Runden noch ungeschlagen. Schmidmühlen zog zum Auftakt in Haselmühl den Kürzeren, holte dann aber gegen Utzenhofen und Traßlberg wichtige Punkte und überzeugte dabei auch spielerisch. Christian Graf und Christopher Roidl sind weiter im Urlaub, Tobias Respondek, Devon Fluker und Daniel Liebchen kehren aber rechtzeitig zurück in den Kader.

DJK Ursensollen       TuS Rosenberg
(mdl) Es ist eine harte Nuss, die es zu knacken gilt: Zu Gast bei der DJK Ursensollen ist Vizemeister TuS Rosenberg, der nach einer überzeugenden Saison kurz vor Schluss vom SV Freudenberg noch an der Tabellenspitze abgefangen wurde. Nach dem Trainerwechsel und einigen personellen Veränderungen sind die Gäste aktuell noch nicht so richtig in Fahrt gekommen. Bisher steht nur ein Zähler auf der Habenseite und zuletzt mussten die Herzogstädter eine empfindliche Niederlage gegen Aufsteiger Königstein hinnehmen. Allerdings hat der TuS, wie auch der Gastgeber, sein spielfreies Wochenende bereits hinter sich und somit eine Partie weniger als der Rest der Liga.

Die Ursensollener mussten zuletzt mit einer deftigen 0:4-Pleite die Heimreise aus Raigering antreten. Ursensollen versuchte gegen die spielerisch überlegenen Panduren ihr Glück aus einer gesicherten Defensive heraus und hatte durchaus die Möglichkeit, mit Kontern zum erhofften Punktgewinn zu kommen. Ungenauigkeit im Abschluss und kapitale Fehler in der Abwehr wurden von den Raigeringern allerdings gnadenlos bestraft. Ein Umstand, den man im Ursensollener Lager auch von den Gästen aus Rosenberg kennt, denn in den Aufeinandertreffen der vergangenen Jahre hagelte es stets deutliche Niederlagen. Bei der DJK sollte man sich wieder auf die eigene spielerische Stärke besinnen, um nicht bereits frühzeitig den Anschluss an die vordere Tabellenhälfte zu verlieren.
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