Der Super-Gau in Tschernobyl

Am Sonntag jährt sich der Tag der Nuklearkatastrophe in der ukrainischen Stadt Tschernobyl zum 29. Mal. Am 26. April 1986 explodierte der Reaktor in Block 4 des Atommeilers, nachdem die Werksleitung einen vollständigen Stromausfall simuliert hatte.

Bei dem Experiment kam es zu einem unkontrollierten Leistungsanstieg, der schließlich dazu führte, dass sich der Reaktorkern so stark erhitzte, dass er in die Luft flog. Eine große Menge radioaktiver Stoffe gelangte in die Erdatmosphäre. Sie kontaminierte infolge radioaktiven Niederschlags hauptsächlich die Region nordöstlich von Tschernobyl sowie viele Länder in Europa. Auch Bayern war und ist bis heute betroffen. Rund 600 000 Menschen wurden einer starken Strahlenbelastung ausgesetzt, von den Helfern sind nach Informationen der Weltgesundheitsorganisation heute rund 125 000 schwer erkrankt.

Mindestens 10 000 Menschen sollen bis jetzt an den Folgen der Katastrophe gestorben sein. (upl)
Weitere Beiträge zu den Themen: Lea (13790)Kurz notiert (401123)April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.