Der Vorhang fällt

So wollen die Fans ihre Löwen sehen. Und die Chancen stehen am Freitagabend im letzten Heimspiel in dieser Saison nicht schlecht. Der ERSC Amberg gab vor eigenem Publikum die Punkte lediglich gegen Schweinfurt und Vilshofen ab, die letzten fünf Heimspiele gewann er. Gegner EHF Passau verlor hingegen alle Auswärtspartien gegen die Spitzenmannschaften. Bild: Ziegler

Man sieht sich immer zweimal im Leben. Manchmal sogar recht schnell: Binnen 24 Stunden trägt Eishockey-Landesligist ERSC Amberg Hin- und Rückspiel gegen die Passau Black Hawks aus - und beendet damit die Saison.

Am Freitag, 13. Februar, um 20 Uhr verabschieden sich die Löwen von ihrem Publikum, am Samstag, 14. Februar, um die gleiche Zeit treten sie in der Drei-Flüsse-Stadt an. Das Rennen um die beiden Play-off-Plätze haben vorzeitig die Teams aus Pegnitz und Vilshofen für sich entschieden. Das Quartett Bad Kissingen, Schweinfurt, Amberg und Passau hielt aber bis zum Schluss die Spannung hoch, so wie es vor der Saison erwartet wurde.

Aber auch der letzte Doppelspieltag hat es nochmals in sich: Vilshofen trifft auf Pegnitz, Kissingen auf Schweinfurt und der ERSC duelliert sich gleich doppelt mit Passau, weil die am 1. Februar wegen einer defekten Eisaufbereitungsmaschine ausgefallene Partie nachgeholt werden muss. Da sind durchaus noch leichte Verschiebungen in der Tabelle möglich, wenn auch ohne weitgreifende Auswirkungen.

Platz fünf verteidigen

Der ERSC liegt mit einem Zähler Vorsprung - und einem Spiel mehr - direkt vor dem EHF Passau auf Rang fünf. Diesen möchten Trainer Stefan Ponitz und seine Mannschaft gerne verteidigen, wäre er doch wirklich angemessen für eine über weite Strecken starke Leistung der Löwen während der Saison. Dazu brauchen die Schwarz-Gelben aber zunächst einmal einen Erfolg im Heimspiel gegen die Black Hawks. Die hatten sich vor der Saison schon etwas mehr erhofft, aber bislang alle Auswärtsbegegnungen gegen die Spitzenteams verloren. Besonders schmerzhaft war allerdings die unerwartete Heimpleite gegen den Underdog aus Freising, was sich sonst keiner der Top Sechs leistetet. Welches Leistungsvermögen im Team steckt, zeigten die Niederbayern erst am vergangenen Wochenende, als der EV Pegnitz mit einer deutlichen 5:1-Packung nach Hause geschickt wurde.

Zweitbeste Offensive

Mit 147 Treffern haben die Passauer den zweitbesten Angriff der Liga - und das mit ein bis zwei Partien weniger als die Konkurrenz. Topscorer der Black Hawks, die bereits fünfmal zweistellig gewannen, sind Waldemar Detterer, Jürgen Lederer, Alex Popp und der Slowene Rok Jakopic. Der ERSC hat vor eigenem Publikum lediglich Schweinfurt und Vilshofen die Punkte überlassen müssen, die letzten fünf Heimspiele aber allesamt gewonnen und auch zum Saisonfinale will er sich nochmals von der besten Seite präsentieren.

Ponitz erwartet dabei von seinem Team die gleiche Moral, wie zuletzt beim "Krimi" gegen Bad Kissingen, als die Löwen in den Schlussminuten die Partie noch umbiegen konnten. Gegen Passau wollen die Amberger möglichst gar nicht erst in die Verlegenheit kommen, einem Rückstand so lange nachlaufen zu müssen und das Heft des Handelns von Anfang an selbst in die Hand nehmen.

Enormer Druck

Bei der Auswärtspartie am Samstag dürfte die Rollenverteilung anders sein, denn die Hawks üben in ihren Heimspielen regelmäßig einen enormen Druck auf die Gegner aus - allerdings kommt das Konterspiel den Löwen oftmals gar nicht so ungelegen. Mit vier Zählern aus den beiden Partien könnten sie auf jeden Fall den Platz vor den Niederbayern verteidigen.
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