Deutlich mehr Kredite

Die Vorstände der Volksbank-Raiffeisenbank sind mit der Bilanz für 2014 zufrieden. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Andreas Reindl und Dieter Paintner wissen, dass die Zukunft nicht einfacher wird. Ohne höhere Erträge und Kostensenkungen wird es auf Dauer wohl nicht gehen.

Amberg. (tk) Wetterfest für schwierige Zeiten nennt Andreas Reindl das, was die Volks- und Raiffeisenbank auch in Zukunft sein soll - unabhängig von Orkan Niklas. "Die Niedrigzinsphase, staatlicher Regulierungswahn und konjunkturelle Unsicherheit" schmälerten die Erträge und erhöhten die Ausgaben. Hinzu komme die Digitalisierung, die einen erheblichen Einfluss auf das Geschäft habe.

"Wir wissen aber auch, dass eine positive Ertragsentwicklung und stetige Kostensenkung notwendig sind, um auf die vor uns liegenden Geschäftsjahre mit anhaltend niedrigen Zinsen vorbereitet zu sein", sagte Reindl bei der Vorlage der Geschäftsbilanz. Die Bank habe auch 2014 ihren Erfolgskurs gehalten. Angesichts des anspruchsvollen Marktumfelds sei das nicht selbstverständlich. Reindl belegte das am Mittwoch mit Zahlen. 177 Mitarbeiter versorgten vergangenes Jahr mehr als 31 000 Kunden mit Finanzdienstleistungen in zwölf Geschäftsstellen. Im Kreditgeschäft legte das Institut im Jahresverlauf laut Vorstandsbilanz um vier Prozent auf rund 390 Millionen Euro zu. Ein großer Teil davon werde zum Erwerb oder zur Modernisierung von Immobilien verwendet. Mit Blick auf die Baufinanzierungen sagte Reindl: "Die ordentlichen Wachstumsraten im Kreditgeschäft zeigen, dass der Genossenschaftsbank im Markt so leicht keiner etwas vormacht." Dieter Paintner ergänzte, "dass gerade die Mittelstandsfinanzierung zum Kerngeschäft der Bank gehört und sie deshalb auch nicht vorhat, Marktanteile abzugeben". Im Gegenteil: "Wir wollen weiter hinzugewinnen."

Die Kunden vertrauten dem Institut zum Jahresende 2014 insgesamt 591 Millionen Euro an Einlagen an und damit um 5,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Die fortschreitende Digitalisierung betreffe auch die Bank vor Ort unmittelbar. "Die Verzahnung von Filiale und Internet ist ein wichtiger Eckpfeiler unserer künftigen Geschäftspolitik", betonte Reindl.

Nach der im Juni stattfindenden Vertreterversammlung steige die Kernkapitalquote auf 16,65 Prozent, die gesamte Eigenmittelquote auf 20,79 Prozent. Damit werden laut Reindl schon heute die strengen Vorgaben von Basel III erfüllt, die endgültig erst ab 2019 gelten werden.
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