Die Angst am Mennersberg

Torwart Alexander Köck (Bild) und der TuS/WE Hirschau bekommen viel Arbeit, wenn der Spitzenreiter DJK Ursensollen im Sportpark in Hirschau zum Top-Duell des 15. Spieltages aufkreuzt. Bild: ref

Die durchschnittliche Amtszeit eines Tabellenführers in der Kreisliga Süd beträgt seit Längerem maximal sieben Tage. Am Wochenende wäre es also mal wieder Zeit für eine Wachablösung.

Der Spitzenreiter aus Ursensollen muss zum TuS/WE Hirschau, der war selbst nach Runde sieben die Nummer eins und könnte erneut den Sprung schaffen. Die größten Chancen aber hat der SV Raigering - denn die Panduren treten beim Schlusslicht in Loderhof an und könnten nach dem bisherigen Saisonverlauf die Punkte gleich auch ohne Spiel mitnehmen...

In Kastl am Mennersberg geht die Angst um, dass der SVL Traßlberg den Fußballern des TuS die Sportheimkirwa versauen könnte. Denn die Gäste um Spielertrainer Ilker Caliskan sind auch die Nummer eins - was die Auswärtsstärke betrifft.

TuS Kastl       SVL Traßlberg
(hon) Am Samstag, 24. Oktober, um 14 Uhr empfangen die Schweppermänner zur Sportheimkirwa den SVL Traßlberg am Kastler Mennersberg. Die Begegnungen gegen den SVL waren in der Vergangenheit immer heiß umkämpfte und stark von der Taktik geprägte Spiele. Für den TuS eine Herausforderung, da die Gäste den Kastlern das Leben immer sehr schwer gemacht haben. Auch weil der TuS etwas aus dem Tritt gekommen ist und deswegen in den letzten Spielen nicht sehr erfolgreich war und vergangene Woche gar nicht spielen konnte, weil das Derby in Utzenhofen wegen Unbespielbarkeit des Platzes ausfiel. Bei der Elf der Gäste um Spielertrainer Ilker Caliskan lief es anfänglich nicht so, aber nun zeigt die Formkurve nach oben. So sind die Traßlberger nun seit sechs Spieltagen ungeschlagen, gewannen die letzten drei Partien - in der Auswärtstabelle sind die Gäste sogar Erster.

SV Loderhof       SV Raigering
(bt) Am letzten Spieltag der Hinrunde kreuzt beim SV Loderhof/Sulzbach, der nach wie vor auf den ersten Sieg wartet, der Tabellenzweite SV Raigering auf. Da die Gäste diesen Spitzenplatz und die Chance auf einen Aufstiegsplatz wahren wollen, werden sie alles tun, um mit einem Dreier nach Hause zu fahren. Den Hausherren bleibt in dieser Konstellation nichts anderes übrig, als so lange wie möglich sich gegen eine Niederlage zu stemmen und unter Umständen bei einem Überraschungsangriff doch ein Tor zu erzielen. Lautstarke Unterstützung durch die Zuschauer wäre dabei hilfreich.

TuS/WE Hirschau       DJK Ursensollen
(cgh) Nach dem spielfreien Wochenende steht für den TuS/WE am Sonntag, 25. Oktober, um 14 Uhr der Vorrundenabschluss auf dem Programm. Gegner im Hirschauer Sportpark ist die DJK Ursensollen, die sich gerade nach drei Siegen in Serie auf den Platz an der Sonne geschossen hat. Mit der Steinl-Truppe steht den Kaolinern eine unberechenbare und schwere Elf gegenüber, die ihre Partien zuletzt auch in Abwesenheit von Top-Torjäger Jiri Abel gewann. TuS/WE-Coach Jörg Gottfried freute sich über die deutliche Stabilisierung der eigenen Defensive, was drei Siege in Folge einbrachte. Zufrieden ist man im Hirschauer Lager auch mit den Nachwuchsspielern Sari, Hirmer, Schuster und Freimuth, die sich prima integriert haben. Äußerst bitter aber ist der Ausfall von Michael Pienz, mit einem Kreuzbandriss ist für ihn die Saison beendet. Ebenfalls fehlen wird Matthias Zeitler am Sonntag, ob Stefan Dietl und Simon Falk auflaufen können, entscheidet sich kurzfristig.

SV Schmidmühlen       TuS Rosenberg
(fop) Woche für Woche erhofft man sich in Schmidmühlen endlich wieder einen Sieg. Die große Stärke des Teams von Trainer Marco Eckstein, Punkte aus den Heimspielen, kommt heuer einfach nicht zum Tragen. Mittlerweile hat man acht Spiele in Folge nicht gewinnen können, zu Hause erreichte man gerade einmal drei mickrige Punkte. So zählt auch am Sonntag wieder einmal mehr nur ein Sieg, um den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze wieder zu schaffen. Der Gegner aus Rosenberg, den viele weiter oben in der Tabelle erwartet hatten, schaffte nach einem katastrophalen Saisonstart durch den 4:3-Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Edelsfeld den Sprung ins Mittelfeld. Vier Siege in den letzten sechs Spielen sind ein deutliches Zeichen, dass sich die Mannschaft von Trainer Jürgen Hartmann gefangen hat und jetzt neue Ziele anstrebt.

FC Edelsfeld       ASV Haselmühl
(bkn) Ratlosigkeit macht sich langsam beim FC Edelsfeld breit. Glaubte man Mitte der Hinrunde noch, dass sich das Blatt zum Besseren wendet, steht man nun nach vier Niederlagen in Folge wieder mit dem Rücken zur Wand. Ausgerechnet in dieser angespannten Situation macht nun die Überraschungs-Elf schlechthin am Hahnenkamm ihre Aufwartung. Der Aufsteiger ASV Haselmühl fühlt sich in der neuen Umgebung pudelwohl, und hat sich zurecht in der Spitzengruppe der Tabelle festgebissen. Zu verdanken hat das Team von Trainer Eckl seinen Höhenflug zum ersten der hervorragenden Abwehrarbeit und zum zweiten dem Top-Torjäger der Liga, Matthias Schmidt. Dessen Wirkungskreis empfindlich zu stören muss das Hauptanliegen der Edelsfelder sein. Zudem muss der Kampfgeist aus den Schlussminuten des Rosenberger Spiels über die gesamte Spieldauer abgerufen werden, wenn man den Gästen auf Augenhöhe begegnen will.

SSV Paulsdorf       DJK Utzenhofen
(ac) Der Relegationsplatz zwölf steht im Fokus, wenn am Sonntag der SSV Paulsdorf und die DJK Utzenhofen zum Abschluss der Vorrunde aufeinandertreffen. Die Mannschaft von Yilmaz Topcu steht aufgrund ihres Potenzials etwas überraschend auf Rang zwölf, doch die gesamte Vorrunde lief nur zäh. Der SSV Paulsdorf hat sich nach gutem Beginn nun mit drei Niederlagen in Folge etwas leichtsinnig in diese Situation gebracht. Das Auswärtsremis in Haselmühl hat zwar wieder etwas Hoffnung geweckt, doch trat erneut eine eklatante Abschlussschwäche zutage. Der beste Torschütze, Tobias Scherm, und der effektivste Vorbereiter, Patrick Schedlbauer, werden doch arg vermisst. Jetzt müssen Mujku, Schreier, Geiger und Co in die Bresche springen und mehr Effektivität vor dem gegnerischen Kasten an den Tag legen. Doch gegen Utzenhofen ist auch die Abwehr gefordert: Die Geitner-Brüder sowie Spielertrainer Topcu sind stets brandgefährlich und können Begegnungen alleine entscheiden. In dieser Situation ist die Grünwald-Truppe um so mehr auf die Unterstützung ihrer Anhänger angewiesen.

Germania Amberg       Inter Bergsteig
(tre) Zum Abschluss der Hinrunde steht das Derby an. Der Stadtrivale vom Bergsteig kommt an den Langangerweg - und das mit einem klaren Heimsieg vor Wochenfrist gegen den SV Loderhof im Rücken. Damit liegt die Truppe von Trainer Scheler nur noch zwei Plätze und Punkte hinter den Hausherren im dicht gedrängten Mittelfeld. Mit einem Auswärtssieg wären die Germanen überholt und entsprechend dürfte die Motivation bei den Gästen sein.

Nicht zu beneiden ist derzeit Trainer Thomas Ficarra bei den Germanen. Fast im Wochentakt bekommt die Krankenabteilung des Clubs Zuwachs. Dennoch liefert die verbleibende Truppe konstant gute Leistungen ab, belohnte sich aber in den letzten zwei Auswärtsbegegnungen nicht. Sowohl in Haselmühl als auch in Traßlberg lag man in Führung, stand aber am Ende mit leeren Händen da. Zuversicht sollte die Heimmannschaft aus der Tatsache schöpfen, dass sie in den beiden letzten beiden Treffen gegen den Stadtrivalen nicht verlor.
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