Die Anträge sind losgeschickt

Es klingt kompliziert, zielt aber darauf ab, sich nicht zu verzetteln. Nur wenn die Kommune ihren Finanzierungsanteil in den Haushalt stellt, fließen Mittel aus der Städtebauförderung. Für heuer geht Amberg mit 1,3 Millionen Euro in Vorleistung.

(zm) Diese Entscheidung fiel im Stadtrat noch kurz vor den Weihnachtsfeiertagen. Läuft alles wie von der Bauverwaltung beabsichtigt, ist damit der 40-prozentige Grundstein für Investitionen in einem Gesamtumfang von knapp 3,3 Millionen Euro (förderfähige Gesamtkosten) für heuer gelegt. Sie beziehen sich hauptsächlich auf die beiden Vorhaben neues Stadtarchiv im Schießstadl und den sogenannten "Stadtumbau West".

Der Denkmalschutz steht im Vordergrund des Projekts der Umwandlung des ehemaligen Kurfürstlichen Wagenhauses am Paulanerplatz 17 (Schießlstadl) in den künftigen Sitz des aus allen Nähten platzenden und hochwassergefährdeten Stadtarchivs. Die Arbeiten haben im vergangenen Jahr begonnen. Eingebettet ist dieses auf 4,8 Millionen Euro veranschlagte Vorhaben in das Gesamtprogramm des städtebaulichen Denkmalschutzes innerhalb der Altstadt.

Die Anmeldung von Fördermitteln erfordert auch eine Fortschreibung für die Folgejahre, wobei das Rathaus bis 2018 allein in diesem Programm einen weiteren Bedarf in Höhe von rund 10,5 Millionen Euro avisiert. Er bezieht sich nicht ausschließlich auf den Schießlstadl, für den heuer 1,2 Millionen Euro vorgesehen sind. Unter der Rubrik Altstadt-Sanierung wird auch die Umsetzung einer Tiefgaragen-Zufahrt im Zusammenhang mit der geplanten Bebauung des ehemaligen Bürgerspital-Areals geführt. Dieser Ansatz liegt bei rund 1,3 Millionen Euro.

Den nächsten großen Posten macht die Sanierung des Pionierstegs über den Stadtgraben mit rund 350 000 Euro aus. Als Pauschale für das Fassadenprogramm in der Kernstadt sind 100 000 Euro veranschlagt. Dieser Betrag ist auch für die Aufstellung eines Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes vorgesehen, von dem künftig Förderungen abhängig gemacht werden dürften. Auch in der Neustift soll sich künftig etwas rühren. Für eine vorbereitende Untersuchung sind 65 000 Euro vorgesehen. (Im Blickpunkt)
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