Die beiden Damen, etwas über 50 Jahre alt, haben offensichtlich etwas gegen halbnackte Tatsachen. Und so rückten sie mit einer Astsäge an. Das Hinterteil des Plakat-Mädels, das an einem berühmt-berüchtigten Haus in der Sulzbacher Straße hängt, hat den
Po mit Astsäge malträtiert

Vorher. Bild: Steinbacher
nächtlichen Anschlag knapp überlebt.

(kan) Polizeisprecher Peter Krämer bezeichnete die zwei Frauen, die aus dem westlichen Landkreis Amberg-Sulzbach und dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab angereist waren, als "selbsternannte Sittenwächterinnen".

Zur Tat geschritten waren sie am Freitag gegen 21.15 Uhr. "Eine Streifenbesatzung des Einsatzzuges konnte die beiden 53-jährigen Damen vorläufig festnehmen und eine Vollendung ihres ,Werkes' verhindern", berichtete Krämer. Den Frauen war es bis dahin gelungen, den unteren Teil des Plakats, auf dem der Allerwerteste des Fotomodels zu sehen war, abzureißen beziehungsweise mit einer extra dafür mitgebrachten Säge zu zerstören.


Als die Beamten die Täterinnen nach ihrer Motivation befragten, gaben sie laut Krämer an, sie hätten verhindern wollen, dass ihre beiden 18-jährigen Kinder und andere Jugendliche mit derartigen Darstellungen konfrontiert werden. Die Quittung für die nächtliche "Säuberungsaktion": Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung.

In der Sulzbacher Straße 21 gingen früher Freier ein und aus. Seit geraumer Zeit sind die Liebesdienerinnen weg. Das ehemalige Etablissement hat mittlerweile einen neuen Besitzer, der mit der Rotlicht-Vergangenheit nichts mehr zu tun haben will und dies mit einem Plakat bekundet.
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