Die CSU auf dem Prüfstand
Angemerkt

Wenn sich Schwarze in den roten Bereich wagen, dann ist es kein Wunder, dass sie kritisch beäugt werden. Die Luitpoldhöhe ist traditionell die Hochburg der Amberger SPD. Bei der Stadtratswahl 2014 schnitten die Genossen dort am besten ab, holten 45,54 Prozent und lagen damit deutlich vor der CSU.

Deren Fraktionschef Dieter Mußemann trat beim Ortstermin am Montagabend gleich zu Beginn zumindest auf den Rand des Fettnäpfchens, als er die Luitpoldhöhe ein "Dorf" nannte. Da ging ein Raunen durch die versammelten Anwohner. "Ortsteil!", korrigierte einer. "Vorstadt!", schob ein anderer hinterher.

Und schnell wurde der leise Vorwurf laut, die CSU habe sich hier noch nie blicken lassen. "Stimmt nicht!", wehrten sich die christsozialen Vertreter aus dem Stadtrat. Dieses kleine Intermezzo zeigte aber eines ganz deutlich: Die Luitpoldhöher fühlen sich benachteiligt, glauben, dass sie nicht den Stellenwert genießen wie die Bewohner in anderen Vierteln Ambergs. Und sie möchten, dass mehr für ihren Stadtteil getan wird.

In ihrer Einladung zu dem Ortstermin hatte die CSU-Fraktion geschrieben: "Der Ausbau dieser Wegeverbindung setzt zudem ein klares Signal an die Bürger in Luitpoldhöhe, dass sie zu Amberg gehören!" Die Menschen dort werden in den nächsten Jahren sehr genau darauf achten, ob den Worten auch wirklich Taten folgen.

juergen.kandziora@zeitung.org

Reaktionen "Schlamperei" bei Stadtwerken?

Amberg. (upl) Der AZ-Bericht über die geänderten Eintrittspreise im Kurfürstenbad ("Kursschwankungen beim Eintritt", Samstag, 9. Mai) schlägt Wellen. Stadtrat Dr. Klaus Ebenburger (Freie Wähler) spricht von "einseitigen Erhöhungen" und fordert eine Rücknahme des aktuellen Preissystems. Wie berichtet, hatten die Stadtwerke die Tarife für Studenten und Behinderte zum 1. April deutlich angehoben, die Preissteigerung zum 21. April aber wieder abgemildert.

Insbesondere ist Ebenburger die Begründung für diese "Kursschwankung" zu dürftig. "Fehler bei der Kalkulation? Können unsere Stadtwerke nicht rechnen?", fragt er sich. Auch die korrigierten Eintrittspreise seien nicht akzeptabel - weder für Studenten, noch für Behinderte. Daran ändere auch die Tatsache nichts, dass die Tarife für die große Masse der Besucher gleich blieben. "Es werden also nur die Studenten und nur die Behinderten abkassiert? Sind unsere Stadtwerke verrückt geworden?"
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