Die Eishockeycracks des ERSC Amberg zeigen in den Testspielen ihre zwei Gesichter -
Starke Löwen, schwache Löwen

Denkt Bernd Schuster schon über den TSV 1860 München nach? Der Ex-Nationalspieler soll ein heißer Kandidat für den Trainerposten beim Zweit-ligisten sein. Bild: dpa
Der ERSC Amberg im Stresstest: Einem guten Auftritt gegen den Bayernliga-Mitfavoriten Höchstadt folgte ein Durchhänger im Vorbereitungsspiel gegen Fürstenfeldbruck, in dem reichlich Luft nach oben blieb.

Einen absoluten Kaltstart lieferten die Löwen am Freitagabend beim 6:10 gegen die Höchstadter Alligators. In der Anfangsphase brachte der Eishockey-Landesligist kaum einen Schlittschuh aufs Eis, lag nach nicht einmal sieben Minuten mit 0:3 zurück und machte es dem Favoriten bei den Gegentoren zu einfach.

Zugriff der Amberger

Der kombinierte nach Belieben und zog ein beeindruckend genaues Passspiel auf. Erst gegen Mitte des Drittels fanden die Amberger Zugriff und konnten die Partie offener gestalten, wenn auch das technische Übergewicht bei den Gästen blieb - und auch die bessere Chancenverwertung. In dieser Phase beendete eine Knieverletzung den Einsatz von ERSC-Verteidiger Simon Bogner (Bänderdehnung).

Ab dem zweiten Drittel waren die Löwen von den Spielanteilen her auf Augenhöhe. Auch ein Gegentore-Dreierpack binnen vier Minuten brachte die Mannschaft von Trainer Stefan Ponitz nicht aus dem Rhythmus. Die Begegnung hatte weiterhin ein ansprechendes Tempo und Amberg gelangen in diesem Abschnitt drei Powerplay-Treffer. Es spricht für die Löwen, dass die Alligators vornehmlich ihre Top-Spieler mit Ales Kreuzer, Daniel Jun, Daniel Sikorski und Patrik Dzemla benötigten, um zu Erfolgen zu kommen. Auch der Schlussabschnitt blieb äußerst unterhaltsam. Chancen zur Resultatsverbesserung gab es hüben wie drüben noch ausreichend, aber das hohe Tempo forderte dann auch seinen Tribut. Mit dem Auftritt seiner Truppe konnte Stefan Ponitz insgesamt zufrieden sein.

Kompliziertes Powerplay

Ganz anders als am Sonntag gegen den Südwest-Landesligisten EV Fürstenfeldbruck (3:3). Amberg wirkte oftmals unkonzentriert und überspielt, hatte leichtfertige Scheibenverluste und baute so die junge Gästemannschaft regelrecht auf. Im Anfangsdrittel hatte der ERSC noch mehr Spielanteile, ließ aber das schnörkellose Spiel vermissen und ging vor allem das Powerplay zu kompliziert an, auch wenn das 1:0 durch Farnbauer aus einer Überzahl resultierte.

Es wurde auch im Mittelabschnitt nicht besser, zumal die Gäste schon nach 52 Sekunden ausglichen. Präziser wurde das ERSC-Spiel auch nach dem 2:1 durch Flamik nicht, das Fürstenfeldbruck noch vor der Drittelsirene egalisierte. Der Spielverlauf setzte sich auch im Schlussdrittel fort, wo die Löwen durch einen Unterzahltreffer von Krieger erneut in Führung gingen. Aber auch diese hielt nicht lange. Das 3:3 kündigte sich quasi schon an, weil bei den Gastgebern die Fehlerhäufigkeit beim Passspiel stieg und Fürstenfeldbruck nun läuferisch etwas zusetzte. Besonders ärgerlich aus ERSC-Sicht war die Spieldauerdisziplinarstrafe für Dürr.
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