Die Ewigkeit in allen Facetten

Sie präsentierten das Programm der 36. Erlanger Universitätstage (von links): Kulturreferent Wolfgang Dersch, Oberbürgermeister Michael Cerny, Kulturfachkraft Barbara Cosima Frey, Professor Rudolf Freiburg und Kulturamtsleiter Thomas Boss. Bild: Huber

"Papa, was kommt eigentlich hinter den Sternen?" Nicht nur Kinder fasziniert die Frage nach der Unendlichkeit. Im Rathaussaal begeben sich demnächst fünf Wissenschaftler auf die Spuren der Ewigkeit.

Nachdem im vergangenen Jahre das Thema Träume in all seinen Facetten im Mittelpunkt der Erlanger Universitätstage stand, geht es bei der 36. Auflage dieser Vortragsreihe im Rathaus um das breite Spektrum der Unendlichkeit. Professor Rudolf Freiburg machte bei der Vorstellung des Programms am Dienstag schon mal Appetit auf spannende Abende, die natürlich an ihre Grenzen stoßen müssen.

"Der vermessene Wunsch, die Unendlichkeit der Zeit auszuloten, kommt dem von Augustinus beschriebenen Wahn gleich, das Meer mit einem Teelöffel ausschöpfen zu wollen", stimmte Professor Freiburg auf die Materie ein. Die Suche nach den Grenzen des Alls, des Nichts habe die Wissenschaft über Jahrhunderte hinweg beschäftigt. Während die Astronomen ihre Fühler mit modernsten Messverfahren in das Universum ausstreckten, befasse sich die Theologie wieder unter ganz anderen Prämissen mit dem Thema Ewigkeit. Die Medizin arbeite daran, menschliches Leben möglichst zu verlängern. Gleichzeitig könne die Aussicht, uralt zu werden und nicht sterben zu können als Fluch erscheinen. "In fünf Vorträgen werden Wissenschaftler der Friedrichs-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg das Thema Unendlichkeit aus den Perspektiven der Astronomie, der Theologie, der germanistischen Literaturwissenschaft, der Medizinhistorie und schließlich der Mathematik vorstellen", erklärte Professor Freiburg.

Neuer Band erschienen

Oberbürgermeister Michael Cerny dankte Freiburg für die Organisation der Universitätstage. "Die Vorträge sind eine echte Bereicherung für die Stadt", sagte er. "Auch, weil die Referenten auf die Fragestellungen des Publikums eingehen." Cerny warb um eine stärkere Beteiligung der Amberger Schulen. "Für die Gymnasiasten bieten sich die Vorträge geradezu an." Über die 34. Universitätstage, die unter dem Motto "Weltbilder im Wandel" standen, ist gerade eine Zusammenfassung in Buchform erschienen. Sie ist im Buchhandel, bei der Tourist-Info und an den kommenden Vorträgen zum preis von 12,50 Euro erhältlich. (Programm)
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.