Die finanzielle Situation der DJK Ammersricht ist so gut wie schon lange nicht mehr und die Mitgliederzahl wächst. Alles super! Wenn nicht die Tennisanlage und das Vereinsheim samt
Gleich zwei Klötze am Bein

Bürgermeister Martin Preuß und Pfarrer Michael Jakob gratulierten Schatzmeisterin Angelika Frei, Vorsitzendem Eduard Hanauer, Schriftführerin Maria Vogel und Stellvertreter Peter Strobl (von links) zur Wahl. Bild: hae
Gaststätte wie Klötze am Bein hingen. Da gerieten die Wahlen fast zur Nebensache. Nicht aber das neue Ehrenmitglied.

(hae) Es waren zunächst gute Nachrichten, die Vorsitzender Eduard Hanauer zur Jahreshauptversammlung mitgebracht hatte. Der Gewinn sei im Geschäftsjahr 2014 erneut gestiegen. Das Plus liege bei über 7000 Euro. Verantwortlich dafür war laut Hanauer die Steigerung des Mitgliederstandes auf 488.

Die Bilanz werde aber durch den Unterhalt der Vereinsanlage mit drei Tennisplätzen, Sportheim und Gaststätte getrübt. Energiekosten, Versicherungen, Reinigung, Grundsteuer und Abfallgebühren verschlangen über 14 000 Euro. Für die Pflege des Außenbereiches waren zudem über 4000 Euro aufzuwenden. Problematisch ist laut Eduard Hanauer, dass das Sportheim nicht genügend eigene Einnahmen erwirtschaftet, sondern vorübergehend Mitgliedsbeiträge herangezogen werden müssen, um alle Rechnungen zu bezahlen.

Pizza-Projekt gescheitert

Der Vorsitzende machte kein Geheimnis daraus, dass das Projekt Verpachtung der Gaststätte als Pizzeria nicht von Erfolg gekrönt war und dies nicht allein am Pächter lag. Auch die Bewirtschaftung in eigener Regie bereite Sorgen, weil sich nicht genügend Mitglieder finden lassen, die bei Veranstaltungen Wirt spielen wollen. Dennoch werde die Gaststätte immer öfter für Versammlungen, Sitzungen und Geburtstagsfeiern genutzt. Auch die Zusammenarbeit mit den Tennisspielern aus Raigering wertete Hanauer als Erfolg, weil dadurch das Defizit in der Sparte durch den Gastbeitrag von je 78 Euro pro Teilnehmer ausgeglichen werden konnte.

Bürgermeister Martin Preuß sicherte dem Verein weiter die Unterstützung durch die Stadt zu und brachte seine Anerkennung über den Stellenwert des Vereins im Stadtviertel Ammersricht und Wagrain zum Ausdruck. Pfarrer Michael Jakob legte als geistlicher Beirat Wert auf die Feststellung, dass der Club gemäß den DJK-Leitlinien und des Gründers der Deutschen Jugendkraft-Idee im christlichen Sinne handeln soll.

Schatzmeisterin Angelika Frei legte einen detaillierten Finanzbericht vor. Einnahmen von 43 043,44 Euro stehen Ausgaben von 36 032,06 Euro gegenüber - das ergibt einen Gewinn von 7011,38 Euro. Allerdings fand sich bei den Neuwahlen kein Mitglied, das zum bewährten Vorstandsteam stoßen möchte. So musste die bisherige Führungsmannschaft erneut ran. Ohne Gegenstimmen wurden Eduard Hanauer zum Vorsitzenden, Peter Strobl zum Stellvertreter, Angelika Frei zur Schatzmeisterin und Maria Vogel zur Schriftführerin gewählt. Die Aufgabe als Kassenrevisoren übernehmen künftig Evi Mirz und Annelies Lier.

Bihlmeier Ehrenmitglied

Auf Vorschlag von Eduard Hanauer ernannte die Mitgliederversammlung einstimmig Hanna Bihlmeier zum Ehrenmitglied. Die Übungsleiterin für Mutter-Kind-Turnen ist seit 1979 DJK-Mitglied und arbeitete nahezu 20 Jahre aktiv im Verein. Aus gesundheitlichen Gründen musste sie diese Tätigkeit Ende 2014 aufgeben.

Mit Blick auf 2017 machte der Vorsitzende schon mal auf das 50-jährige Bestehen des Vereins aufmerksam. Hanauer: "Bis dahin notwendige und fällige Reparaturen an der Vereinsanlage werden das gute finanzielle Polster kräftig schmälern."
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