Die Gänsehaut des Jahres

Die Freude auf den 3. und 4. Januar war ihnen bei der Pressekonferenz schon anzumerken. Von links: Wolfgang Dersch, zweite Oriatorienchor-Vorsitzende Michaela Glaser, Sandra Hofmann, Thomas Appel, OB Michael Cerny, Marina Auer und Thomas Boss. Bild: Steinbacher

Es ist eines der populärsten Werke der klassischen Musik. Und jeder hat dazu eine Melodie im Ohr. Hätte es zu Beethovens Zeit Charts gegeben, es wäre wochenlang der Nummer-1-Hit gewesen: die neunte Sinfonie, die mit der Ode an die Freude endet. Dieser "Traum eines jeden Sängers" ist das Programm für das achte Neujahrskonzert im Amberger Kongresszentrum.

Es war kaum zu sagen, wer sich bei der Pressekonferenz am Donnerstag im ACC mehr freute: Kulturreferent Wolfgang Dersch, weil die lange in ihm gegorene Idee nach "vielen Telefonaten" endlich umgesetzt wird; Oberbürgermeister Michael Cerny, weil er gemeinsam mit seiner italienischen Amtskollegin Rosa Leso die Schirmherrschaft übernehmen darf - das Konzert ist gleichzeitig eine Feierlichkeit zur zehnjährigen Städtepartnerschaft mit Desenzano; oder Thomas Appel, Chef des Amberger Sinfonieorchesters und Oratorienchores in Anbetracht der Tatsache, dass er als künstlerischer Leiter dieses Mammutwerk von Beethoven gemeinsam mit über 80 Sängern und etwa 50 Orchester-Musiker sowie rund 25 italienischen Kollegen auf die Bühne bringen darf.

Vierte im Bunde des Lobgesangs auf die Ode an die Freude war Sandra Hofmann von der Amberger Congress Marketing. "Für uns ist es der Auftakt in das 20. Jubiläumsjahr." Das Neujahrskonzert habe seit ihrer Premiere im Jahr 1996 stets für ein ausverkauftes Haus gesorgt. Heuer stehen erstmals zwei Termine zur Auswahl: Am Sonntag und Montag, 3. und 4. Januar, Beginn jeweils um 19 Uhr. Rund 70 Minuten dauert das Gesamtkunstwerk Beethovens. "Da gibt es Gänsehaut pur", versprach Dersch. Dem vorgeschaltet wird ein rund 30 minütiger erster Teil sowie eine Pause.

Mit vier Solisten

Neben dem Oratorienchor, dem Sinfonieorchester und dem Cordo Santa Maria Maddalena Desenzano betreten auch vier Solisten auf der Bühne: Sopranistin Nadia Engheben, Mezzosporanistin Theodora Baka, Tenor Christos Kechris und Bariton Luke Millugja.

Sie alle werden dazu beitragen, dass das Neujahrskonzert als Auftakt für ein deutsch-italienisches Jahr verstanden werden kann. "Was würde da besser passen als die Europahymne?", sagte der Kulturreferent. Das Hauptthema des vierten Satzes wurde 1985 in instrumentaler Fassung zur offiziellen Europahymne erkoren. Die neunte Sinfonie von Beethoven wurde 1824 in Wien uraufgeführt.

Ab Montag gibt's Karten

Tickets gibt es ab Montag, 12. Oktober, in der Tourist-Information am Hallplatz, 10-233, tourismus@amberg.de. Der Eintritt kostet 32 Euro (ermäßigt 26 Euro) in der Kategorie A und 28 Euro (ermäßigt 22) in der Kategorie B.
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