Die letzte Klappe fällt
Kurz notiert

Wenn die letzte Klappe fällt, dann ist doch alles ganz anders. Natürlich wussten wir, dass das Park- und das Ring-Theater zumachen würden. Selbstverständlich war uns allen klar, dass damit eine großes Stück Amberger Kino-Geschichte zu Ende gehen würde. Aber wenn dann zum wirklich letzten Mal der rote Samtvorhang aufgeht, wenn der Blick wehmütig zu den so vertrauten Wasserflecken an der Decke schweift und der Duft von Popcorn durch den Saal weht, dann werden die Gedanken wehmütig.

Gegen die finanzielle Wucht eines auswärtigen Kinokonzerns hatte die alteingesessene Lichtspiel-Familie Wörz-Frey keine Chance. Der Treppenwitz dabei: Firmengründer Ferdinand Frey baute das Ring-Theater 1953 auch deshalb, um die lokale Konkurrenz klein und potenzielle auswärtige Investoren fern zu halten. Mehr als 60 Jahre lang ist dieser Plan aufgegangen, ein Mitbewerber nach dem anderen verschwand vom Markt, am Ende gab es nur noch die beiden Frey-Kinos in Amberg. Nun dreht sich die Geschichte weiter: Ein neuer Anbieter taucht auf und jetzt erwischt es die alten Lichtspielhäuser.

Denn die sind im wahrsten Sinn des Wortes alt. Das sollte man nicht vergessen. Aber mit Kino war in den vergangenen Jahrzehnten kaum das Geld verdient, um nur mit dem technischen Fortschritt mithalten zu können. Sonstige Investitionen konnte die Eigentümerfamilie nicht mehr stemmen. Bleibt eine Frage: Auch das neue Multiplex wird in wenigen Jahren schon veraltet sein. Was wird dann?

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Polizeibericht Scharf auf das Geld im Schacht

Amberg. (ass) Der eine wollte bezahlen, der andere dessen Geld. Zu einem eigentümlichen Raubüberfall kam es am frühen Samstagmorgen an einer Tankstelle in der Drahthammerstraße. Offenbar war dort ein Kunde gerade dabei, seine Tankrechnung über den Schacht des Nachtschalters zu bezahlen. Plötzlich kam laut Polizeibericht ein Unbekannter daher, langte in den Schacht und angelte sich einen 20-Euro-Schein.

Das wollte der Tankkunde natürlich nicht, es kam zum Gerangel, doch der Versuch, den Unbekannten festzuhalten, scheiterte. Er konnte unerkannt flüchten. Der mutmaßliche Täter wird folgendermaßen beschrieben: Männlich, etwa 20 bis 25 Jahre alt, rund 185 cm groß, schlank, sehr kurze, rasierte Haare, dunkle Hautfarbe. Er sprach englisch; bekleidet war er mit einer dunklen verwaschenen Jeans und einer blauen Winterjacke mit weißen Streifen.

Wer den Vorfall beobachtet hat oder Hinweise auf die Identität des flüchtigen Täters geben kann, wird gebeten, sich mit der Kriminalpolizei unter Telefon 890-0 in Verbindung zu setzen.
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