Die Polizei geht "im Grunde" jedem Anruf nach, setzt aber Prioritäten
Überlaute Gartenparty

Der direkte Weg eines sich in seiner Ruhe gestört fühlenden Anwohners ist meistens der Anruf bei der Polizei. Diese häufen sich naturgemäß an den Wochenenden und in den Sommermonaten. Polizeisprecher Peter Krämer und seine Kollegen kennen die Innenstadtbewohner, die den Lärm ihrer Nachbarn nicht leiden können. Im Fokus stehen meistens die Musik und die Gäste der Cafés und Wirtshäuser.

Sind es immer wirklich dieselben Leute, die sich beschweren?

Naturgemäß sind natürlich Wirte, die Konzerte veranstalten, immer wieder im Fokus. Hier fühlen sich oft auch immer die gleichen Nachbarn belästigt. Das liegt in der Natur der Sache.

Welchen Rat gibt die Polizei den Betroffenen?

Die Polizei ist in so einer Situation sicher nicht in der Lage, diese Probleme grundlegend zu lösen. Es gibt hier eigentlich nur den Rat, sich mit dem Ordnungsamt in Verbindung zu setzen, um zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen.

Wenn die Polizei wegen Ruhestörung gerufen wird, folgt dann automatisch die Anzeige?

Nein. In den meisten Fällen bleibt es bei einer Belehrung und dem Abstellen der Lärmquelle. Nur in wiederholten Fällen wird mit einer Anzeige das Ordnungsamt davon in Kenntnis gesetzt. Bürger, die eventuell unter wiederkehrenden Ruhestörungen leiden, können sich, wie schon gesagt, Rat bei der Sicherheitsbehörde holen.

Muss die Polizei jedem Anruf nachgehen?

Im Grunde ja. Aber bei einer Vielzahl von Einsätzen müssen diese nach Prioritäten abgearbeitet werden. Das heißt ein Unfall, eine Körperverletzung oder eine Fahndung haben immer Vorrang vor einer Ruhestörung. In lauen Sommernächten und an Wochenenden können dann schon mehrere Anrufe mit dem Inhalt "überlaute Musik", "Gartenparty" oder dergleichen eintrudeln. Dann müssen diese Einsätze nacheinander abgearbeitet werden.
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