Die Quadratur des Kreisels

Baureferent Markus Kühne (links) informierte die Vertreter der ÖDP über Veränderungen rund um die Regensburger Straße. Bild: Hartl

Draußen rauschten die Hauptdarsteller vorbei, drinnen diskutierten die Regisseure der Stadt über das Drehbuch. An diesem Abend stand im Multiplex die Regensburger Straße im Rampenlicht. Höhepunkt: Noch heuer soll es eine Querungshilfe geben. Das war die erfreuliche Nachricht. Doch es steht auch Chaos bevor.

ÖDP-Vertreter informierten sich am Donnerstag bei Baureferent Markus Kühne über die künftigen Verkehrsregelungen an der Regensburger Straße. Dazu trafen sich rund 15 Parteikollegen am Multiplex-Kino. Wann wird mit dem Ausbau im Bereich der Bahnüberführung begonnen und zu welchen Beeinträchtigungen kommt es? Diese Frage formulierte Josef Witt, Sprecher des ÖDP-Stadtverbandes.

2018 Umbau anvisiert

"Hier haben wir nicht den Hut auf", verwies Kühne auf die Bahn. Seines Wissens nach sei das Jahr 2018 für die Erneuerung und Aufweitung der Brücke anvisiert. Etwa zehn bis elf Monate werde die Renovierung dauern. Die schlechte Nachricht: "Die Bahn kann nicht bei laufendem Betrieb sanieren." Eine Vollsperrung der B85 an dieser Stelle sei unausweichlich. Ein Großteil des Verkehrs müsse bereits bei Schafhof umgeleitet werden. "Das wird sicher zu Chaos führen", prophezeite Kühne. Allerdings verdeutlichte er auch die Vorteile in Form eines Radweges, die diese Aufweitung mit sich bringe. "So schwierig es ist, danach hat man mehr."

Überführung gewünscht

In dieser Phase soll auch der Kreisel umgebaut werden. Anvisiert ist ein Bypass, der ein schnelles Abbiegen von der Regensburger Straße Richtung Bahnhof ermöglicht, ohne dass in den Kreisverkehr eingefahren werden muss. Über allem schwebt jedoch der Wunsch, diesen Teil der Stadt, inklusive Marienstraße, mit der Altstadt besser zu verbinden. "Ich strebe immer noch die Überführung an", verdeutlichte Kühne und stieß damit bei den ÖDP-Vertretern auf offene Ohren. "Den Verkehr von den Fußgängern zu trennen wäre an dieser Stelle das Schlaueste, was man machen kann", zeigte sich Andreas Neumann überzeugt. Denn auch Josef Witt befürchtete, dass der Bypass zulasten der Fußgänger gehen werde. Wie letztendlich die "Quadratur des Kreisels" wie Baureferent Kühne das Projekt spontan nannte, aussieht, darüber werde noch diskutiert. Unter Umständen ließen sich auch veränderte Zu- und Abfahrten während der Bauphase testen. Sicher sei, dass es "Toleranz von allen Seiten" brauchen werde und die drei beteiligten Bauherren, Staatliches Bauamt, Stadt Amberg und Bahn, als Team zusammenarbeiten müssen. ÖDP-Sprecher Witt fasste seine Intention zusammen: "Die Hauptsache ist, dass sich der Verkehr vor dem Kreisel nicht zu sehr staut und dass die Fußgänger trotzdem hinüber kommen." Für Verkehrsteilnehmer ist die Phase des Umbaus noch drei Jahre weg. Derzeit gibt es ganz andere Probleme: "Momentan ist die Überquerung der Regensburger Straße eine lebensgefährliche Aktion", sagte Witt. Hier soll nach Auskunft des Baureferenten eine Querungshilfe inklusive Insel direkt vor dem Kino Abhilfe schaffen. "Das wird heuer noch umgesetzt."
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