Die Rede des Oberbürgermeisters

Die Kassenlage ist nicht schlecht, dennoch können nicht alle Wünsche erfüllt werden - so lautet das Resümee der Haushaltsrede von Oberbürgermeister Michael Cerny. Der Haushalt setze deswegen klare Prioritäten. Dazu gehöre unter anderem die Belebung und Weiterentwicklung der Innenstadt, der Ausbau des Glasfasernetzes für ein schnelleres Internet in allen Stadtteilen sowie die Sanierung der Schulen. Vor dem Hintergrund historisch niedriger Zinsen warf Cerny die Frage auf: "Sind Schulden ein Tabu oder vielleicht sogar ein Gebot der Stunde?" Neben allen berechtigten Zielen für eine positive Entwicklung der Stadt müsse oberstes Ziel bleiben, die Gestaltungsspielräume nachfolgender Generationen nicht einzuschränken, beantwortete der Rathauschef die Frage selbst. "Deshalb sollten wir bei dem eingeschlagenen Weg bleiben, mit Darlehensaufnahmen sehr restriktiv umzugehen ... Auch wenn die Zinsen niedrig sind, muss jeder Kredit ja auch getilgt werden."

Es sei kein Widerspruch, sparsam zu haushalten, aber gleichzeitig auch mutige Entscheidungen zu treffen, die die Stadt voranbringen. Die Voraussetzungen dafür seien gegeben - auch wegen des kollegialen Miteinanders im Stadtrat. Dass die Grabenkämpfe in dem Gremium vorbei seien, sei ein Signal des Aufbruchs an die Bürger. (upl)
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