Die SPD auf Profilsuche

SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth: "Die Zusammenarbeit mit der CSU-Fraktion ist ausbaufähig."

Als Koalition sehen Rot und Schwarz ihre Zusammenarbeit im Stadtrat nicht. Eher als Kooperation. Die Fraktionsvorsitzende der SPD, Birgit Fruth, wünscht sich nun mehr Eigenständigkeit. Sie sagt: "Wir sind nicht das Anhängsel der CSU."

Kooperation "schön und gut" - von sich und ihren eigenen Leuten fordert Newcomerin Birgit Fruth (44) nach gut einem Jahr Politik in einer neuen Stadtrats-Zusammensetzung, künftig wieder häufiger als "eigenständige Partei" aufzutreten und die Selbstständigkeit nach außen hin deutlich zu machen.

"Wir müssen wieder mehr Profil entwickeln. Mein Wähler ist der SPD-Wähler, nicht der CSU-Wähler", unterstreicht Fruth, erst im Dezember vergangenen Jahres in den Stadtrat nachgerückt und dann gleich an die Spitze der Fraktion geschossen.

Die 44-Jährige nennt Gründe dafür, dass die SPD ihre Existenz mehr für sich reklamieren müsse. So hätten sich der Oberbürgermeister und die CSU die Fortschritte bei der Revitalisierung des Forums zu sehr an die eigenen Fahnen geheftet, obwohl die SPD daran nicht ganz unbeteiligt gewesen sei. Der Stadtrat habe die Gewerbebau beauftragt, in der Angelegenheit tätig zu werden. "Da ist das auch wirklich gut aufgehoben." Wobei Birgit Fruth die allgemeine Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Michael Cerny durchaus lobt. Man begegne sich auf Augenhöhe. Die Kooperation mit der CSU-Fraktion hingegen ist in den Augen der 44-Jährigen "ausbaufähig". Der Informationsfluss, sagt sie, könnte "schneller und intensiver sein".
Weitere Beiträge zu den Themen: Mai 2015 (7904)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.