Die Strafbank meiden

Schwarz und gelb sind ihre Farben, der ERSC Amberg ihr Verein. Zwei Heimspiele stehen für die Löwen-Fans in der Eishockey-Landesliga Nordost noch auf dem Programm. Heute gegen den EC Bad Kissingen und am Freitag, 13. Februar, gegen Passau. Bild: brü

Exakt eine Woche nach der 2:6-Niederlage in Bad Kissingen hat Eishockey-Landesligist ERSC Amberg heute (20 Uhr) vor eigenem Publikum die Gelegenheit zur Revanche. Dabei ist die große Frage: Wie stoppt man Alexander Andrusovich, den vierfachen Torschützen aus dem Hinspiel?

Es wäre sicherlich falsch, den Gegner nur auf eine Person zu reduzieren. Schließlich haben die Wölfe mit Viktor Ledin, Andreas Hampel, Roman Nikitin oder Mikhael Nemirovskiy noch weitere Kaliber, die ein Spiel schon einmal im Alleingang entscheiden können, dazu noch die beiden Zweitligaverteidiger aus Kassel, Alex Engel und Jan Pantkowski. Da ist es schon wichtig, wenn die Amberger Löwen mannschaftlich geschlossen auftreten und den einen oder anderen Fehler abstellen, der in Kissingen unterlaufen ist.

Gefährliche Konter

Dazu gehört natürlich eine "kontrollierte Offensive", denn die schnellen Konter, die der ERSC mehrfach ermöglichte, sind eine recht effiziente Waffe der Wölfe. Außerdem müsste die Ponitz-Truppe zwingend die Verwertungsquote ihrer eigenen Chancen erhöhen. Was schon recht gut klappte, war die Distanz, die man zu den Strafbänken einhalten konnte. Das Überzahlspiel ist ja bekanntlich eine Stärke des Playoff-Kandidaten und führt mit unglaublicher Präzision fast immer zum Erfolg.

Vorzeitiges Saisonende

Eine Schwächung mussten die Bad Kissinger kürzlich durch den Abschied von Thomas Berndaner hinnehmen. Der Verteidiger, der gleichzeitig auch als Sportlicher Leiter fungierte, schloss sich dem unterfränkischen Rivalen Schweinfurt an. Berndaner fehlte allerdings auch schon im Hinspiel, ohne nennenswerte Auswirkungen. Aber auch der Kader des ERSC Amberg hat zwischenzeitlich Lücken bekommen. Nach Daniel Trometer ist auch für Christoph Schönberger die Saison beendet. Den Allrounder, der vor der Saison aus Mitterteich nach Amberg kam, setzt eine Knieverletzung außer Gefecht. Kevin Altmann plagt weiter eine Muskelverletzung und hinter dem erkrankten Dominik Farnbauer steht ebenfalls ein großes Fragezeichen.

Da die Verantwortlichen das Team aber in der Breite gut aufgestellt haben, sollten die Löwen dennoch drei Blöcke aufbieten können. Die ausreichende Physis könnte am Ende in diesem Spiel zum Zünglein an der Waage werden, gegen auswärtsstarke Kissinger Wölfe, die acht ihrer elf Gastspiele in dieser Saison gewonnen haben.
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